Vor dem letzten Gruppenspiel erholt sich Robert Lewandowski mit dem polnischen Team im EM-Basislager in La Baule. Foto: Bartlomiej Zborowski
Vor dem letzten Gruppenspiel erholt sich Robert Lewandowski mit dem polnischen Team im EM-Basislager in La Baule. Foto: Bartlomiej Zborowski

Vor dem letzten Gruppenspiel erholt sich Robert Lewandowski mit dem polnischen Team im EM-Basislager in La Baule. Foto: Bartlomiej Zborowski

dpa

Vor dem letzten Gruppenspiel erholt sich Robert Lewandowski mit dem polnischen Team im EM-Basislager in La Baule. Foto: Bartlomiej Zborowski

La Baule (dpa) - Kapitän Robert Lewandowski hat im polnischen Team die Rolle des Mahners übernommen. Mit vier Punkten aus den ersten beiden EM-Partien hat sich der deutsche Gruppenkontrahent eine gute Ausgangsposition für das Erreichen der K.o.-Runde verschafft.

Vor dem letzten Gruppenspiel gegen die bereits ausgeschiedene Ukraine am Dienstag in Marseille warnte der Stürmer des FC Bayern allerdings vor voreiliger Euphorie. «Hurraoptimismus ist nicht angebracht», betonte der 27-Jährige. Man dürfe keinen Gegner unterschätzen, es gebe nur «große Spiele» bei der EM. «Wir gehen Schritt für Schritt.»

Doch die Zuversicht bei den Polen ist groß. Nach ihrem ersten Sieg bei einer EM überhaupt gleich zum Auftakt gegen Nordirland und dem anschließenden Remis gegen den Weltmeister ist die Mannschaft von Nationaltrainer Adam Nawalka gierig auf mehr. Sogar der Gruppensieg vor Joachim Löw & Co. soll für den Olympiasieger von 1972 und zweimaligen WM-Dritten her.

«Wir kämpfen um die beste Position, und das ist Platz eins in der Gruppe», sagte Mittelfeldspieler Kamil Grosicki im Trainingsquartier in La Baule. «Wir schenken dem anderen Spiel keine Aufmerksamkeit», beteuerte der Profi von Stade Rennes, man konzentriere sich nur auf die eigene Leistung. Zeitgleich kämpfen die Deutschen gegen die Nordiren um das Erreichen des Achtelfinales.

Auch von möglichen Personalrochaden der Ukrainer wollen sich die Polen nicht beirren lassen. «Wir konzentrieren uns nur auf uns. Wir müssen uns nicht sorgen, sie sollten sich eher Gedanken machen», versicherte Ersatztorwart Artur Boruc am Sonntag. Die Ukraine könnte in ihrem sportlich bedeutungslosen letzten Gruppenspiel einige Umstellungen in der Startelf vornehmen.

Prognosen zu einer möglichen Rückkehr von Torwart Wojciech Szczęsny erweisen sich weiter als sehr schwierig. «'Wojtek' ist in den Händen des medizinischen Stabs. Er wird bei den Physiotherapeuten ausgiebig behandelt», sagte Remigiusz Rzepka aus dem polnischen Betreuerstab. «Es geht Tag für Tag voran. Zu diesem Zeitpunkt ist es aber nicht möglich zu sagen, was in den nächsten Tagen passiert.»

Szczęsny fehlt wegen einer Verletzung im Oberschenkel. Auch das letzte Training seiner Mannschaft vor der Abreise nach Marseille verpasste der 26-Jährige vom AS Rom. Er wurde weiter behandelt. Sein vor der EM als Nummer eins abgesetzter Ersatzmann Łukasz Fabiański gab beim kämpferisch überzeugenden 0:0 gegen Deutschland eine gute Figur ab. «Ich bin meine Arbeit im Fußball immer so angegangen, dass ich die ganze Zeit hart arbeiten und ungeachtet jeder Situation bereit sein will zu spielen», versicherte Fabiański.

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