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Diese Meinung mag überraschen, denn sie ist gegen den Strich gebürstet. Aber für mich kommt das CAS-Urteil im Fall Platini – vier Jahre Sperre – einem Freispruch gleich. Erst war über lebenslänglich spekuliert worden, dann wurden es acht, dann sechs, jetzt vier. Na und?

Im Gegensatz zum 79-jährigen Sepp Blatter, dessen Verhandlungstermin vor der CAS in Lausanne noch nicht einmal fest steht, hat der Fußball-Funktionär Platini mit gerade erst 60 Jahren seine gesamte Funktionärskarriere schließlich noch vor sich. Und mit zwei Millionen Fränkli lässt es sich ja wohl vier Jahre lang auskommen, oder?

Platinix ist wie Obelix in einen Zaubertrank gefallen. Keiner kann ihn aufhalten. Er ist angeblich für FIFA und UEFA in vier Jahren ein für allemal erledigt? Sei’s drum; er lacht drüber.

Hat schon jemals jemand über einen Vereinspräsidenten Platini nachgedacht? Es ist schließlich nicht so, dass der dreimalige Fußballer Europas als Funktionär nix geleistet hätte. Da wäre die Öffnung der Champions League für Meister aus kleinen Ländern. Das macht, in der Tat, die Gruppenphase langweiliger, pumpt aber wenigstens ein paar Millionen zu den Benachteiligten – auch wenn die Großen immer noch die Sahne absahnen.

Da wäre die Zentralvermarktung der EM- und WM-Qualifikationsspiele. Da wäre die Einführung eines Nationen-Cups. Da wären die Nationalmannschafts-Wochen mit Spielen von donnerstags bis dienstags. Glaubt jemand ernsthaft, ein solch dynamischer Mann, vor Ideen und von Beziehungen sprudelnd, würde sich in den Zwangsruhestand versetzen lassen?

Es seien an dieser Stelle zwei Thesen gewagt. Erstens: Platinix wird sehr schnell im französischen Fernsehen als „Experte“ auftauchen. Vermutlich bei Be in Sports, dem Sender aus Katar. Immerhin hat Platini sich offen zu seiner Stimmabgabe für Katar rund um die WM 2022 bekannt. Ein wenig Dankbarkeit dürfte da schon sein. Und man kann einen Platini ja auch nicht darben lassen.

In vier Jahren, also 2020, wäre dann der Weg frei für die Rückkehr in eine aktive Funktionärsrolle. Die Verbände sind ausgeschlossen. Aber wie wäre es, Präsident von Paris St. Germain zu werden? (Gehört Katar). Als Alternative böte sich noch Fiat-Agnelli-Juventus an, wo Platoche seine besten Jahre verbracht hat. Jedenfalls würde er die Sponsoreneinnahmen und die Medienreichweite beider Klubs erheblich steigern.

Ein Platini braucht keine UEFA, keine FIFA. Er fällt immer wieder auf die Füße. Obelix ist eine Comic-Figur, aber Platinix lebt. Und aus Nix hat er verdammt viel gemacht.

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