Reinhard Grindel ist der Präsident des DFB. Foto: Guido Kirchner
Reinhard Grindel ist der Präsident des DFB. Foto: Guido Kirchner

Reinhard Grindel ist der Präsident des DFB. Foto: Guido Kirchner

dpa

Reinhard Grindel ist der Präsident des DFB. Foto: Guido Kirchner

Frankfurt/Main (dpa) - DFB-Präsident Reinhard Grindel hat sich in der Debatte um die Zukunft der Fußball-WM für weiterhin nur 32 Mannschaften ausgesprochen.

«Beim DFB sind wir grundsätzlich davon überzeugt, dass am bewährten Modus mit 32 Teilnehmernationen festgehalten werden sollte», sagte der Spitzenfunktionär in einem Interview auf der Homepage des Deutschen Fußball-Bundes. Die Weltmeisterschaften seien in der Vergangenheit immer Turniere gewesen, die Aktive, Zuschauer und Sponsoren gleichermaßen begeistert haben. «Warum also sollte man etwas ändern?», fragte Grindel.

Die Expansionspläne von FIFA-Boss Gianni Infantino haben bei europäischen Ligavertretern für Unmut gesorgt. Zuletzt hatte sich auch Bundestrainer Joachim Löw deutlich gegen eine Erweiterung ausgesprochen: «Man muss aufpassen, dass man das Rad nicht überdreht mit zu vielen Spielen, weil die Qualität darf nicht leiden.»

Bisher hatte Grindel den Eindruck vermittelt, als könne er sich notfalls mit einem 48er-Format anfreunden. Der Weltverband hat jeweils zwei Alternativen mit 40 und 48 Endrunden-Teilnehmern. «Alle vier Alternativen haben erhebliche Schwächen, die im Faktenpapier der FIFA auch deutlich aufgezeigt werden», sagte der DFB-Chef nun.

Infantino plant, die WM-Endrunde von 2026 an deutlich zu erweitern. Im Gespräch sind 40 oder 48 statt bislang 32 Mannschaften. Am Montag und Dienstag wird das FIFA-Council in Zürich weiter über die Modalitäten beraten. «Eine Entscheidung darf auf keinen Fall mit der Brechstange getroffen werden», warnte Grindel.

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