Marco Reus (r) lässt sich von seinen Mitspielern für den Treffer zum 2:0 gratulieren.
Marco Reus (r) lässt sich von seinen Mitspielern für den Treffer zum 2:0 gratulieren.

Marco Reus (r) lässt sich von seinen Mitspielern für den Treffer zum 2:0 gratulieren.

dpa

Marco Reus (r) lässt sich von seinen Mitspielern für den Treffer zum 2:0 gratulieren.

Regensburg (dpa) - Pflicht erfüllt - mehr zählte nicht für Borussia Mönchengladbach beim Warmlaufen im DFB-Pokal. «Wir waren fast nie in Gefahr», kommentierte Trainer Lucien Favre zufrieden nach dem 3:1 (2:1)-Sieg beim Fußball-Drittligisten Jahn Regensburg.

Es ging im ausverkauften Jahnstadion nicht um einen Schönheitspreis, sondern einzig und allein um ein Erfolgserlebnis für dem schweren Bundesligastart in einer Woche beim FC Bayern München. «Wir sind noch nicht bei hundert Prozent, aber auf einem guten Weg», urteilte Abwehrspieler Martin Stranzl.

Einige «sehr positive Sachen» hatte Favre von seiner Mannschaft gesehen. An erster Stelle galt das für Marco Reus. Der angehende Nationalspieler setzte vor 10 388 Zuschauern zum Auftakt der EM-Saison gleich eine Duftmarke. Das erste Tore von Stranzl (14. Minute) bereitete er mit einem Eckball vor, das zweite erzielte er selbst (22.), nur beim dritten von Igor de Camargo (70.) spielte er keine Hauptrolle. «Wir haben Regensburg keine Chance gelassen», bilanzierte der 22-Jährige. Das Gegentor von Bastian Schweinsteigers Bruder Tobias (30./Foulelfmeter) war am Ende lediglich ein Schönheitsfehler. «Wir wissen, was wir können, das haben wir am Ende der letzten Saison unter Beweis gestellt», erklärte Reus.

Favre warnte trotz der gelösten Pflichtaufgabe vor falschen Erwartungen. «In der Bundesliga wird es wieder eine schwierige Saison für uns», sagte der 53-jährige Schweizer. Groß verstärkt hat sich die Borussia in der Sommerpause nicht, der junge Lukas Rupp (20) stand als einziger Neuzugang in der Startelf. «Er war sehr präsent in der Vorbereitung, hat aber noch zu lernen», lobte und mahnte Favre.

Um eine weitere Zittersaison zu vermeiden, «müssen wir von Anfang an um jeden Punkt kämpfen», erklärte der Trainer. Das dürfte schwer werden, der erste Ligagegner heißt FC Bayern. «Die Bayern sind Titelfavorit Nummer eins. Aber wir werden uns mit allen Kräften wehren», versprach Stranzl. «Es gibt noch viel zu tun», betonte auch Favre. Er war aber erst einmal froh, dass ihm ein Pokaldesaster wie Felix Magath mit dem VfL Wolfsburg erspart geblieben war: «Alle Runden im Pokal sind schwer, aber die erste kann sehr, sehr schwer sein in Deutschland.» Gladbach hat sie recht souverän gemeistert.

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