Matchwinner
Nürnbergs Timmy Simons jubelt nach seinem Tor gegen Offenbach.

Nürnbergs Timmy Simons jubelt nach seinem Tor gegen Offenbach.

dpa

Nürnbergs Timmy Simons jubelt nach seinem Tor gegen Offenbach.

Offenbach (dpa) - Nach dem Sensations-Sieg gegen Borussia Dortmund hat Drittligist Kickers Offenbach eine weitere Pokal-Überraschung verpasst. Die Mannschaft von Trainer Wolfgang Wolf verlor die Nachholpartie im Achtelfinale des DFB-Pokals gegen den 1. FC Nürnberg mit 0:2 (0:1).

Dank der beiden Treffer seines defensiven Mittelfeldspielers Timmy Simons (20./66. Minute) zog der Fußball-Bundesligist souverän ins Viertelfinale ein und trifft dort erneut auswärts auf den FC Schalke 04.

«Wir sind natürlich enttäuscht. Aber wenn man einen Bundesligisten schlagen will, muss alles passen. Kein Vorwurf an die Mannschaft», sagte Kickers-Sportmanager Andreas Möller. «Letztendlich ist das dann auch eine Qualitätsfrage.» Nürnbergs Trainer Dieter Hecking sprach nach den 90 Minuten von einem «absolut verdienten Sieg» seiner Elf.

Wegen des großen Fan-Ansturms begann die Partie mit 15 Minuten Verspätung. Die favorisierten Gäste ließen sich allerdings weder vom Spätstart noch von den lautstarken Gesängen der Kickers-Anhänger beirren und waren vom Anpfiff weg das bessere, konzentriertere und engagiertere Team. Vor 24 000 Zuschauern auf dem ausverkauften Bieberer Berg stand schon früh der Offenbacher Torwart Robert Wulnikowski, Elfmeterheld beim Zweitrunden-Sensationssieg gegen Borussia Dortmund, im Mittelpunkt. Gegen Mehmet Ekici klärte der 33 Jahre alte Schlussmann noch reaktionsschnell (11.), gegen den Abstauber von Simons war er dann allerdings machtlos.

Nachdem in den ersten 20 Minuten noch kein Zwei-Klassen- Unterschied zu sehen war, dominierten die Nürnberger nach dem Führungstreffer die Begegnung klar. Christian Eigler (21.) und Julian Schieber (22.) hätten innerhalb weniger Minuten das Ergebnis nach oben korrigieren können, scheiterten aber jeweils an Wulnikowski. Die einzige echte Chance der Gastgeber durch Nicolas Feldhahn parierte «Club»-Torwart Raphael Schäfer per Fußabwehr (36.).

Gegen den früheren Verein ihres Trainers Wolf taten sich die Offenbacher aber auch nach dem Wechsel schwer. Couragierter und kämpferischer trat der Drittligist in Hälfte zwei zwar auf, die Offensivaktionen aber waren oft zu hektisch. Mehr als ein Abseits-Tor durch Feldhahn (72.) sprang bei den Bemühungen nicht heraus.

Auf der anderen Seite standen bei Nürnberger Chancen durch Ekici (49.) und Jens Hegeler (55.) Wulnikowski und der Pfosten im Weg. Bei Simmons' Tor hatte der Kickers-Keeper erneut keine Chance. Der Belgier wurde von Hegeler angeköpft und lenkte den Ball mit der Schulter ins Tor. Wolf brachte in Mirnes Mesic und Denis Berger zwei zusätzliche Offensivkräfte (70.) - allerdings ohne zählbaren Erfolg.

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