Kaiserslauterns Srdjan Lakic hat drei Treffer gegen Koblenz erzielt.
Kaiserslauterns Srdjan Lakic hat drei Treffer gegen Koblenz erzielt.

Kaiserslauterns Srdjan Lakic hat drei Treffer gegen Koblenz erzielt.

dpa

Kaiserslauterns Srdjan Lakic hat drei Treffer gegen Koblenz erzielt.

Koblenz (dpa) - Mit einem Dreierpack hat Torjäger Srjdan Lakic den 1. FC Kaiserslautern fast im Alleingang ins Viertelfinale des DFB- Pokals geschossen. Beim letztlich souveränen 4:1 (0:1) im Rheinland-Pfalz-Derby beim Fußball-Drittligisten TuS Koblenz avancierte der Kroate zum Mann des Spiels.

Vor der Pause hatte Lakic noch einen Elfmeter verschossen (37.). Nach dem Rückstand durch Thomas Klasen (17.) drehten Lakic (54./59./65.) und Adam Nemec (64.) vor 15 000 Zuschauern im ausverkauften Stadion Oberwerth innerhalb von nur elf Minuten das Spiel.

Nach dem Rückstand durch Thomas Klasen (17.) drehten Lakic (54./59./65.) und Adam Nemec (64.) vor 15 000 Zuschauern im ausverkauften Stadion Oberwerth innerhalb von nur elf Minuten das Spiel.

Die «Roten Teufel» dürfen damit weiter von einem Berlin-Trip träumen und sich zudem über 1,2 Millionen Euro Einnahmen freuen. In einer Woche kämpft der Tabellenzehnte der Bundesliga beim MSV Duisburg bereits um den Einzug ins Halbfinale. Am Samstag geht's in der Liga erstmal zum FC Bayern.

«Wir waren viel zu weit weg von den Gegenspielern und zunächst gar nicht richtig wach, aber die Mannschaft hat das korrigiert», analysierte FCK-Coach Marco Kurz nach der gelösten Pflichtaufgabe und lobte vor allem den starken Lakic, «er hat nach dem Elfmeter weiter an sich geglaubt und ist dafür belohnt worden.» Lakic hatte seinen Kollegen in der Halbzeit sogar noch mindestens zwei Tore angekündigt. «Ich glaube immer an mich. Ich habe mir sogar gesagt, warum nicht drei Tore», erklärte Lakic trocken.

Nachdem Eis und Schnee die erste Auflage des Pokal-Duells am 21. Dezember 2010 verhindert hatten, gab der Katastrophenschutz diesmal Entwarnung - die Hochwasserlage rund ums Stadion hatte sich rechtzeitig entspannt. Nach den Erfolgen gegen die Zweitligisten Fortuna Düsseldorf (1:0) und Hertha BSC (2:0) erarbeiteten sich die Koblenzer mit großem läuferischem Aufwand und aggressiver Zweikampfführung zunächst auch gegen den Favoriten Vorteile.

Die sorglosen Lauterer ließen anfangs die nötige Dringlichkeit und Konsequenz vermissen und wurden dafür prompt bestraft. Nach einem Freistoß von Dennis Riemer legte Marcus Steegmann per Kopf mustergültig für den frei stehenden Klasen auf - der Angreifer vollendete mit links zur Führung (17.). Von einem Klassenunterschied war nichts zu sehen. Kaiserslautern bemühte sich zwar um mehr Ordnung und Entschlossenheit, zwingende Chancen waren aber eine Rarität.

Immerhin blieben die individuell besseren Profis des Erstligisten am Drücker. Nach einem unnötigen Foul des Ex-Lauterers Manuel Hornig an Nemec entschied Schiedsrichter Babak Rafati auf Elfmeter. Ausgerechnet Lakic, nach seinem Platzverweis in der Bundesliga beim 1:1 in Köln im Pokal spielberechtigt, scheiterte mit einem viel zu unplatziert geschossenen Strafstoß an Torhüter Dieter Paucken.

Lauterns Coach Marco Kurz war sichtlich unzufrieden über die zu lasche Einstellung seiner Kicker. Mit deutlich mehr Intensität und vor allem Zug zum gegnerischen Tor kamen die Pfälzer aus der Kabine. Nach der scharfen Hereingabe von Christian Tiffert parierte Paucken einen Nemec-Kopfball noch prächtig, aber Lakic traf im Nachfassen mit seinem fünften Pokal-Tor zum inzwischen verdienten Ausgleich (54.). Nur 276 Sekunden später setzte der überragende Torjäger vom Dienst per Kopf sogar noch einen drauf. Sichtlich geschockt von diesem Doppelschlag liefen die Drittklässler jetzt meist hinterher. Nemec (64.) und Lakic zum Dritten (65.) machten schließlich alles klar.

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