Dreierpack
Mit seinen Toren steigerte Kaiserslauterns Srdjan Lakic seinen Marktwert.

Mit seinen Toren steigerte Kaiserslauterns Srdjan Lakic seinen Marktwert.

dpa

Mit seinen Toren steigerte Kaiserslauterns Srdjan Lakic seinen Marktwert.

Koblenz (dpa) - Als Pokal-Held Srdjan Lakic beim souveränen 4:1- Sieg der «Roten Teufel» in Koblenz gut zehn Minuten vor Schluss den Platz verließ, skandierten die Fans des 1. FC Kaiserslautern: «Auf geht's Laki, unterschreib!»

Mit der Tore-Gala gegen den Fußball-Drittligisten hat der Kroate, dessen Vertrag am Saisonende ausläuft, nicht nur seinen eigenen Wert in die Höhe geschraubt. Durch den Einzug ins DFB-Pokal-Viertelfinale vergrößerte sich auch der finanzielle Spielraum für den Bundesliga-Aufsteiger aus der Pfalz bei den Verhandlungen mit dem Torjäger.

Satte 1,2 Millionen Euro spülte der Erfolg in die Kassen, die bei einem Sieg am Mittwoch beim Zweitligisten MSV Duisburg noch einmal um mehr als zwei Millionen Euro aufgefüllt würden. «Der Pokal ist eine Möglichkeit, neue Einnahmen zu generieren. Deshalb bin ich froh, dass wir weitergekommen sind», sagte FCK-Vorstandschef Stefan Kuntz.

Lakic, in der Bundesliga schon elfmal für die Pfälzer erfolgreich, macht eine Vertragsverlängerung von zwei wesentlichen Faktoren abhängig: Zum einen vom Klassenverbleib, zum anderen von deutlich höheren Bezügen. «Ich stehe mit den Verantwortlichen in einem super Kontakt. Wir reden regelmäßig. Es ist noch nicht so weit, dass alles erledigt ist. Aber das heißt nicht, dass das nicht schon bald der Fall sein kann und wird», sagte Lakic.

«Er ist ein wichtiger Spieler», betonte Trainer Marco Kurz die Bedeutung des Stürmers für die Mannschaft. In Koblenz stellte der 27- Jährige einmal mehr seine Extraklasse unter Beweis. Nachdem er vor der Pause mit einem Elfmeter an TuS-Torwart Dieter Paucken gescheitert war, schoss Lakic den Pokal-Schreck mit seinem Dreierpack nach dem Wechsel fast im Alleingang aus dem Wettbewerb. «Für ihn und die Mannschaft war es wichtig, dass wir die Hürde genommen haben. Es wäre nicht so gut gewesen, wenn wir ausgeschieden wären, nachdem er einen Elfmeter verschossen hatte», sagte Kurz.

Für Lakic war die 37. Minute die Schlüsselszene im Spiel. «Der verschossene Elfmeter hat mich richtig heiß gemacht. Nach solch einem Missgeschick habe ich in meiner Profikarriere noch nie getroffen und ein Spiel gedreht. Ich habe mir gesagt: Das ist der Zeitpunkt, um das zu ändern», berichtete er.

Am 26. Januar in Duisburg will er den FCK dann ins Pokal-Halbfinale schießen und seinem Traum von einer Europacup-Teilnahme näher kommen. Es wäre ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zur Vertragsverlängerung. «Ich fühle mich wohl hier und spiele mit großer Begeisterung für den Verein», sagte Lakic. Das Herz hat also längst Ja gesagt, nun muss noch der Kopf zustimmen.

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