«Gebrauchter Tag»
Der Ingolstädter Torwart Ramazan Özcan leistete sich zwei Patzer. Foto: Dominique Leppin

Der Ingolstädter Torwart Ramazan Özcan leistete sich zwei Patzer. Foto: Dominique Leppin

dpa

Der Ingolstädter Torwart Ramazan Özcan leistete sich zwei Patzer. Foto: Dominique Leppin

Wolfsburg (dpa) - Nachdem er seine Gastpräsente abgeliefert hatte, wollte Ramazan Özcan nur noch weg. Mit zwei bösen Patzern hatte der «Rambo» genannte Fußball-Torhüter des Zweitligisten FC Ingolstadt dem Favoriten VfL Wolfsburg das Viertelfinale im DFB-Pokal geschenkt.

Nach dem 1:2 stürmte der Österreicher mit türkischen Wurzeln dann in die Kabine und verzichtete auf den obligatorischen Mannschaftskreis seiner Teamkollegen nach dem Spiel. «Das hat mir noch weniger gefallen», zürnte Ingolstadts Trainer Ralph Hasenhüttl.

Überhaupt ging Hasenhüttl mit seinem Landsmann hart ins Gericht. «Er befindet sich gerade in keiner guten Phase», schimpfte der Coach: «Jeder im Stadion hat gesehen, dass der Schuss von Naldo haltbar war.» Die erste Torchance für den Bundesligisten überhaupt brachte den Ausgleich. Bei Naldos abgefälschten Schuss (66. Minute) griff Özcan böse daneben. Hasenhüttl gab seinem Torhüter indirekt gar die Schuld am Ausscheiden: «Wenn das erste Gegentor nicht fällt, gewinnen wir.» Lange hatte Ingolstadt durch Caiuby (17.) geführt.

Auch Siegtor der Wolfsburger durch Ivica Olic kurz vor Schluss ging auf Özcans Kappe, als er einen Schuss nach vorne abprallen ließ. «Das war ein gebrauchter Tag für ihn», ergänzte Hasenhüttl und rechtfertigte seine offene Kritik: «Da muss er jetzt durch.»

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