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Berlins Patrick Ebert feiert den 3:1-Sieg gegen den 1. FC Kaiserslautern. Foto: Britta Pedersen

Berlins Patrick Ebert feiert den 3:1-Sieg gegen den 1. FC Kaiserslautern. Foto: Britta Pedersen

dpa

Berlins Patrick Ebert feiert den 3:1-Sieg gegen den 1. FC Kaiserslautern. Foto: Britta Pedersen

Berlin (dpa) - Markus Babbel ist bei Hertha BSC längst Geschichte, den Traum des beurlaubten Trainers vom DFB-Pokalsieg der Berliner kann nun sein Nachfolger Michael Skibbe verwirklichen. Der Hauptstadtclub siegte mit 3:1 (1:0) im Achtelfinale gegen den 1. FC Kaiserslautern.

Die Berliner befreiten sich von den Aufgeregtheiten der vergangenen Tage und stehen erstmals nach fünf Jahren im finanziell attraktiven DFB-Pokal wieder unter den letzten acht Teams. Im Viertelfinale Anfang Februar des kommenden Jahres wird Skibbe die Hertha betreuen. Mitten in den Sieg der Berliner hinein bestätigte der ehemalige Bundestrainer via «Bild.de» seinen neuen Hertha-Vertrag bis Sommer 2014. «Wenn alles auf den Weg gebracht ist, würden wir ihn gern als Trainer vorstellen», erklärte Hertha-Manager Michael Preetz nach der Partie.

Babbel hatte im vergangenen Sommer den Pokalsieg überraschend als Ziel des Neulings ausgegeben. Unter seinem Assistenten Rainer Widmayer, der als Chef für einen Tag die Berliner coachte, kam Hertha dem Finale im eigenen Stadion einen Schritt näher. Adrian Ramos (43. Minute) und Pierre-Michel Lasogga (59.), Patrick Ebert (90.+1) sorgten vor 40 944 Zuschauern im kalten Olympiastadion für die entscheidenden Tore. Den zwischenzeitlichen Ausgleich für die Pfälzer hatte Itay Shechter (51.) geschafft. «Für uns war es nicht so das tolle Pokalspiel. Wir gehen verdient als Verlierer vom Feld», sagte FCK-Trainer Marco Kurz.

Am Mittwoch, in seinem ersten und letzten Spiel als Cheftrainer hatte Widmayer, Babbels ehemaliger Assistent, für die Hertha die Parole «Sicherheit ist Trumpf» ausgegeben. «Wir sind froh, dass es geklappt, obwohl die Turbulenzen der letzten Wochen die Mannschaft auch belastet haben. Es ist uns gelungen, das auszublenden», sagte Christian Lell nach dem für die Hertha so wichtigen Sieg. «Wir haben Moral und Charakter gezeigt», meinte Kapitän Andre Mijatovic.

18 Tage nach dem 1:1 im Bundesligaspiel auf dem Betzenberg waren auch die «Roten Teufel» nicht allzu forsch - es war nicht viel los. Als die Skibbe-Verpflichtung die Runde machte, jubelten die Berliner über die Führung nach einem Konter. Ronny, der für seinen rotgesperrten Bruder Raffael ins Team gerückt war, brachte den Ball zurück zu Ramos, der aus gut zehn Metern mit einem Flachschuss traf.

Kurz nach der Halbzeit spielte Kaiserslauterns Stürmer mit der Hertha-Abwehr Katz und Maus, Shechter traf nach toller Vorarbeit von Olcay Sahan. Doch es dauerte nicht lange, da lagen die Vorteile wieder auf Seiten der Berliner. U21-Nationalspieler Lasogga nutzte einen Fehler in der Gäste-Verteidigung und traf nach einer Energieleistung mit seinem Solo. Jubelnd feierte er sein Tor und lief Widmayer in die Arme, dem er genau wie Babbel viel zu verdanken hat. In einem nun mitreisenden Pokal-Fight hielt Hertha-Keeper Thomas Kraft gegen Shechter den Sieg fest. Dann kam Ebert und machte alles klar. Geht es nach Skibbe, darf Widmayer bleiben. Er sei anerkannt beim Team, mache seine Sache gut. «Wer gut ist, den muss man nicht wegschicken», sagte Skibbe. Vor dem Anpfiff hatte sich das Hertha-Präsidium mit der Babbel-Nachfolge beschäftigt. Kundgebungen für den am Sonntag gefeuerten Trainer gab es kaum. «Danke Babbel - danke für eine geile Zeit», stand auf einem einzigen Plakat im weiten Rund.

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