Bayerns Abwehrspieler über das Spiel am Samstag in Düsseldorf, Gladbachs Entwicklung und seine Frisur.

Angekommen: Der Brasilianer Dante fühlt sich in bayerischer Lederhose und dem Weißbier in der Hand sichtbar wohl.
Angekommen: Der Brasilianer Dante fühlt sich in bayerischer Lederhose und dem Weißbier in der Hand sichtbar wohl.

Angekommen: Der Brasilianer Dante fühlt sich in bayerischer Lederhose und dem Weißbier in der Hand sichtbar wohl.

dpa

Angekommen: Der Brasilianer Dante fühlt sich in bayerischer Lederhose und dem Weißbier in der Hand sichtbar wohl.

Dante, kennen Sie die Toten Hosen?

Dante: Nein.

Eine Punkband, die in Düsseldorf am Samstag vor dem Spiel gegen Bayern geehrt wird.

Dante: Punk kenne ich, das gibt es auch in Brasilien.

Sie treffen am Samstag nicht nur die Toten Hosen, sondern auch Ihren Ex-Kollegen Tobias Levels. Haben Sie noch Kontakt?

Geboren als Dante Bonfim Costa Santos am 18. Oktober 1983 in Salvador da Bahia/Brasilien

EC Juventude, OSC Lille, Sporting Charleroi, Standard Lüttich, Borussia M’gladbach, FC Bayern München

Belgischer Meister 2008

Die Zehenverletzung von Kapitän Andreas Lambertz hat die Fans von Fortuna Düsseldorf vor dem Spiel gegen Bayern (15.30 Uhr) in Atem gehalten. Nach den Ausfällen von Innenverteidiger Stelios Malezas (Muskelfaserriss) und Mittelfeldmotor Oliver Fink (Gelb-Rot-Sperre) scheint der Ausfall des Kapitäns allerdings abgewendet: Am Freitag absolvierte Lambertz das komplette Trainingsprogramm. „Der macht sich keinen Kopf daraus“, sagte Trainer Norbert Meier.

Bayern-Trainer Jupp Heynckes hat Sympathie für Campino, den Sänger der Toten Hosen geäußert: „Mir imponiert Campino. Er ist nicht nur ein guter Musiker. Er war auch Fan der Fortuna, als sie in der Amateurklasse gespielt haben.“

Dante: Mit Tobi hatte ich immer guten Kontakt, aber seit meiner Zeit in München ist das schwierig, weil wir so viele Spiele haben. Ich freue mich, ihn wiederzusehen.

„Locker ist es hier sicher nicht. Hier musst Du immer Erster sein.“

Sieben Spiele, sieben Siege, die Bilanz der Bayern ist makellos. Wer im Düsseldorfer Team könnte daran etwas ändern?

Dante: Wir haben im Spiel der Fortuna gegen Schalke gesehen, dass Schahin ein Wahnsinns-Spiel gemacht hat, auch Levels ist mit Flanken gefährlich. Wir müssen aufpassen. Düsseldorf ist eine sehr gute Mannschaft, die kompakt steht und immer viel arbeitet – und auch schnell kontern kann. Eine echte Überraschung als Aufsteiger.

Sie haben sich in München sofort durchgesetzt, nicht alle hatten Ihnen das zugetraut.

Dante: Vielleicht haben sich da viele zu früh gefreut. Ich bin nicht mit dem Ziel hierher gekommen, auf jeden Fall sofort spielen zu müssen. Ich will nur helfen. Mein Ziel ist es, Meister zu werden. Und dann wird man sehen, wie viele Spiele ich gemacht habe.

Gibt es für das Spiel in Düsseldorf ein Wiedersehen mit Freunden aus Gladbach?

Dante: Ja, ich habe einige gute Freunde eingeladen. Und auch meine zweite Mama ist dabei: Maria, eine Frau, die mir sehr viel in meiner Gladbacher Zeit geholfen hat.

Warum schafft es Ihr Ex-Verein Mönchengladbach nicht, den Erfolgskurs fortzusetzen?

Dante: Vor den Qualifikationsspielen in der Champions League habe ich noch SMS an einige Spieler, Sportdirektor Max Eberl und den Trainer geschickt. Das Ergebnis war sehr traurig. Aber man muss ehrlich bleiben: Gladbach hat eine wahnsinnige Saison erlebt. Es sind wichtige Spieler gegangen. Die Neuen sofort zu integrieren, das ist nicht einfach. Aber ich bin sicher, dass sie sehr viel Qualität haben. Ein schwieriger Moment – aber es wird wieder besser.

Spüren Sie in München noch mehr Druck?

Dante: Locker ist es hier sicher nicht. Man muss jedes Jahr Meister werden. Das wissen wir alle. In Gladbach haben wir lange nur gegen den Abstieg gespielt, und was danach kam, war alles toll. Hier musst Du immer Erster sein. Aber ich finde das schön, es motiviert mich nur noch mehr.

Haben Sie das 4:4 der deutschen Nationalelf gegen Schweden gesehen?

Dante: Leider nicht, weil ich mir Spanien gegen Frankreich angeschaut habe.

Sind die Bayern-Kollegen aus dem Nationalteam noch niedergeschlagen?

Dante: Wir haben nur ein bisschen über das Spiel gesprochen, aber jetzt müssen wir wieder den Kopf hoch nehmen. Es geht immer weiter.

Was muss in München passieren, dass Sie sich wie einst in Gladbach die Haare rasieren?

Dante: Mit meinen Haaren will ich eigentlich nichts mehr machen, das habe ich schon zu oft riskiert. Da verspreche ich nichts mehr.

Die Haare bleiben dran?

Dante: Genau. Das passt besser hier nach München.

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