Zürich (dpa) - Im Zuge des Korruptionsskandals um den Fußball-Weltverband hat CONCACAF-Präsident Alfredo Hawit seiner Auslieferung aus der Schweiz in die USA zugestimmt, teilte das Bundesamt für Justiz (BJ) mit.

Der am 3. Dezember verhaftete Hawit hatte sich bislang seiner Auslieferung widersetzt. Der aus Honduras stammende Chef des Kontinentalverbandes für Nord- und Mittelamerika sowie die Karibik ist von der FIFA für 90 Tage von seinem Amt als Vizepräsident des Weltverbandes suspendiert. Die US-Behörden werfen Hawit vor, beim Verkauf von Marketingrechten von Fußball-Turnieren in Lateinamerika Bestechungsgelder in Millionenhöhe kassiert zu haben.

In einer ersten Anhörung in Zürich hatte er seine Auslieferung noch abgelehnt, ein entsprechender Antrag der USA hätte bis zum 11. Januar eingehen müssen. Durch seine Zustimmung konnte das Bundesamt für Justiz die Auslierung nach eigenen Angaben nun unverzüglich bewilligen. «Gemäss Rechtshilfegesetz muss Hawit binnen zehn Tagen von einer US-Polizeieskorte übernommen und in die USA gebracht werden», hieß es. Über den genauen Zeitpunkt machte das Amt keine Angaben. Am 27. Mai und 3. Dezember waren insgesamt neun Fußball-Funktionäre in Zürich verhaftet worden.

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