Leverkusens Stürmer stellt klar, das Transferfenster schon des öfteren ausgereizt zu haben.

Javier Hernandez von Bayer 04 Leverkusen bei Dehnübungen im Trainingslager des Fußball-Bundesligisten im Alois Latini Stadion in Zell am See.
Javier Hernandez von Bayer 04 Leverkusen bei Dehnübungen im Trainingslager des Fußball-Bundesligisten im Alois Latini Stadion in Zell am See.

Javier Hernandez von Bayer 04 Leverkusen bei Dehnübungen im Trainingslager des Fußball-Bundesligisten im Alois Latini Stadion in Zell am See.

Ina Fassbender

Javier Hernandez von Bayer 04 Leverkusen bei Dehnübungen im Trainingslager des Fußball-Bundesligisten im Alois Latini Stadion in Zell am See.

Zell am See. „Arriba, arriba - andale!“ Wer kennt ihn nicht - Speedy Gonzales, der in den 60er und 70er Jahren als Zeichentrick-Figur die schnellste Maus von Mexiko war. Javier Hernandez wurde zwar erst 1988 geboren, der Stürmer von Bayer Leverkusen ist jedoch ein großer Cartoon-Fan – und damit auch ein Liebhaber von Speedy.

Seinen Fans ist Hernandez besser bekannt als „Chicharito“, doch auch als „kleine Erbse“ kommt er Speedy nahe. Im gegnerischen Strafraum ist der Mexikaner wendig, trickreich und kaum zu fassen. Bei der WM 2010 wurde er mit 32,14 km/h gar als schnellster Spieler des Turniers gemessen. Kein Wunder, dass „Chicharito“ in Leverkusen nach der Ankunft am 31. August 2015 ebenso schnell zum Publikums-Liebling avancierte. In seiner ersten Saison erzielte er in 40 Pflichtspielen 26 Treffer. Das weckt Begehrlichkeiten.

Wie viele er denn in der neuen Saison anstrebe, wurde „Chicharito“ gestern im Trainingslager der Leverkusener in Zell am See gefragt. „Ich setze mir keine Vorgabe, das habe ich noch nie gemacht“, antwortete er. In bestem englisch und fix, wie das gerade passt, spulte der 28-Jährige gestern den Medien-Termin herunter. 407 Sekunden dauerte das Frage- und Antwort-Spiel. Die Wellness-Therme des Tauern Spa in Kaprun hat zwischen den Trainings-Einheiten einiges zu bieten.

Auf dem Rasen möchte der Mann aus Guadalajara seinen Fans bald wieder viel bieten. Womöglich sogar den Leverkusener Fans. Mit dem Verein soll der größtmögliche Erfolg her. „Wir sind durch unsere Zugänge klar stärker geworden. Also wollen wir in der Bundesliga unseren dritten Platz aus der vergangenen Saison verbessern, im DFB-Pokal mehr erreichen als das Viertelfinale und in der Champions League über die Gruppenphase hinaus kommen“, sagte „Chicharito“. Aber: Auch gestern gab es kein Treue-Bekenntnis zum Verein. „Im Moment sind alles nur Gerüchte. Sie sehen ja, in welchem Trikot ich hier sitze“, sagte der Mexikaner und schloss an: „Nur ist im Fußball eben nichts mehr unmöglich, schließlich sind meine beiden vergangenen Wechsel erst am jeweils letzten Tag der Transfer-Periode über die Bühne gegangen.“

Chicharito, das wurde schon bei seinem durchaus glamourösen Amtsantritt deutlich, ist in erster Linie: Profi. Allerdings einer, der um seinen Status in Leverkusen weiß. Sowohl bei Real Madrid als auch bei Manchester United war er Joker, hier ist er unumstrittener Star. Und genießt sehr wohl, wenn es in der BayArena nach einem seiner Treffer aus den Lautsprechern schallt: „Speedy-bi, Speedy-bo – die schnellste Maus von Mexiko.“

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