Verdächtig?
Die Schalke-Spieler bejubeln das zwischenzeitliche Tor zum 2:0 gegen Tel Aviv.

Die Schalke-Spieler bejubeln das zwischenzeitliche Tor zum 2:0 gegen Tel Aviv.

dpa

Die Schalke-Spieler bejubeln das zwischenzeitliche Tor zum 2:0 gegen Tel Aviv.

Berlin (dpa) - Die Europäische Fußball-Union UEFA prüft nach Zeitungsbericht zufolge einen Manipulationsverdacht beim Champions-League-Spiel zwischen dem FC Schalke 04 und Hapoel Tel Aviv.

Dem Verband wurde nach Informationen der «Süddeutschen Zeitung» nach dem 3:1-Erfolg des Revierclubs am 20. Oktober 2010 ein detailliertes Dossier über Kursveränderungen auf den Wettmärkten und Einsatzvolumen zugespielt. So sollen in Asien vor dem Anpfiff um die zwölf Millionen Euro auf eine klare Niederlage der Israelis gewettet worden sein. Die UEFA kommentierte mögliche Untersuchungen zu spezifischen Spielen auf Anfrage zunächst nicht.

Schalkes Coach Felix Magath zeigte sich vom Manipulationsverdacht überrascht. Er höre das zum ersten Mal, sagte der 57-Jährige im Trainingslager im türkischen Belek. «Wenn man 3:0 gegen Olympique Lyon gewinnt, dann ist ein 3:1-Heimsieg gegen einen Gegner aus Israel sicher nicht so ungewöhnlich, ohne gleich einer Manipulation verdächtig zu sein», sagte Magath. Auch sei es «normal, dass ein Team auswärts schwächer spielt als daheim, das haben wir selbst in der Hinrunde in der Bundesliga erlebt.» Im Rückspiel waren die Schalker zwei Wochen später nur mit viel Glück zu einem mühsamen 0:0 bei den heimstarken Israelis gekommen.

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