Berlin (dpa) - Bei der Begegnung zwischen Galatasaray Istanbul und Juventus Turin ist es zum dritten Mal in der Champions League zu einem Spielabbruch gekommen. Zuvor war zweimal wegen Zuschauer-Ausschreitungen eine Begegnung in der Königsklasse abgebrochen worden.

Die Spielabbrüche in der Champions League auf einem Blick:

15. September 2004: Ausgerechnet bei der Premiere von Rudi Völler als Vereinstrainer in der Champions League muss das Spiel zwischen AS Rom und Dynamo Kiew nach einer Fan-Attacke gegen Schiedsrichter Anders Frisk nach der ersten Halbzeit abgebrochen worden. Der schwedische Referee war nach dem Halbzeitpfiff auf dem Weg in die Kabine von einem AS-Fan mit einem Feuerzeug am Kopf getroffen worden. Frisk stürzte mit einer stark blutenden Wunde zu Boden und musste ins Krankenhaus eingeliefert werden. Er hatte Rom-Spieler Philippe Mexes nach einer Tätlichkeit zuvor vom Platz gestellt. Zu diesem Zeitpunkt führte Kiew durch ein Freistoßtor von Gavrancic 1:0. Die UEFA wertete das Spiel mit 3:0 für Kiew.

12. April 2004: Schiedsrichter Markus Merk aus Kaiserslautern bricht das Viertelfinal-Rückspiel in der Champions League zwischen Inter und AC Mailand beim Stand von 0:1 in der 75. Minute ab. Aus der Kurve der Inter-Fans waren Feuerwerkskörper auf den Rasen geworfen worden. Einer davon verletzt Milan-Torwart Dida an der Schulter. Nach Diskussionen mit seinen Schiedsrichter-Kollegen schickte Merk beide Teams zunächst in die Kabinen, pfiff die Partie aber nach Rücksprache mit dem UEFA-Offiziellen nach 15 Minuten wieder an. Als daraufhin sofort wieder Feuerwerkskörper und Flaschen aus der Inter-Kurve auf den Rasen flogen, brach der deutsche Top-Referee das Viertelfinal- Rückspiel endgültig ab. Die UEFA wertete das Spiel mit 3:0 für Milan.

10. Dezember 2013: Nach starkem Hagel und Schneefall wird das Spiel zwischen Galatasaray Istanbul und Juventus Turin in der 31. Minute wegen Unbespielbarkeit des Platzes beim Stand von 0:0 abgebrochen. Das Spiel soll am Mittwoch um 13.00 Uhr MEZ fortgesetzt werden, teilte die UEFA auf ihrer Internetseite mit.

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