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Javier Hernandez (r) und Ryan Giggs feiern ein Tor für Manchester United.

Javier Hernandez (r) und Ryan Giggs feiern ein Tor für Manchester United.

dpa

Javier Hernandez (r) und Ryan Giggs feiern ein Tor für Manchester United.

London (dpa) - Schalke-Gegner Manchester United steht nach dem 1:0 gegen Everton dicht vor dem Titelgewinn in der Premier League. Thomas Hitzlsperger und West Ham sind nach dem 0:3 bei Chelsea Tabellenletzter. Fernando Torres beendete nach 15 Stunden seine Ladehemmung im Chelsea-Dress.

Rechtzeitig vor den Champions League-Duellen gegen den FC Schalke 04 ist Manchester United in der Premier League auf Erfolgskurs zurückgekehrt. Nach dem Heimsieg gegen den FC Everton strebt Trainer Sir Alex Ferguson mit seiner Mannschaft in den folgenden direkten Duellen gegen die Verfolger FC Arsenal (1. Mai/auswärts) und FC Chelsea (8. Mai) einen Titelgewinn «mit Stil» an. Die «Red Devils» führen die Tabelle vier Spieltage vor dem Ende der Saison mit sechs Punkten Vorsprung vor Chelsea an, das West Ham United 3:0 bezwang.

Der FC Arsenal und sein deutscher Ersatztorwart Jens Lehmann büßten wohl die letzte Titelchance ein. Die Londoner verloren bei den Bolton Wanderers 1:2 (0:1). Robin van Persie (48. Minute) konnte den Führungstreffer von Daniel Sturridge (38.) egalisieren, doch Tamir Cohen markierte in der Schlussminute den Siegtreffer für Bolton.

Vier Spieltage vor Saisonende haben die «Gunners» als Tabellendritter neun Punkte Rückstand auf Manchester und drei Punkte auf Chelsea. Lehmann war nach seinem Überraschungs-Comeback in diesem Monat erneut Ersatzmann für Torhüter Wojciech Szczesny, der einen Foulelfmeter von Kevin Davies (47.) hielt.

Ferguson war froh, dass sein Team durch den späten Treffer von Javier Hernandez (84. Minute) seine Torflaute beendete. Zuletzt hatte ManUnited im Pokalfinale gegen Manchester City (0:1) und in der Liga gegen Newcastle (0:0) keinen Treffer zustande gebracht. Bis gegen die «Toffees» im Stadion Old Trafford alles in Ordnung war, dauerte es zwar lange, doch der ohne fünf Stammspieler angetretene Spitzenreiter kam letztlich wie so oft mit stoischer Ruhe zum Erfolg. «Javier übertrifft alle Erwartungen», sagte Sir Alex über seinen 22 Jahre alten mexikanischen Matchwinner.

Der Erfolgscoach hatte vor der Saison auch einen anderen Torjäger im Visier gehabt: Raúl. «Wir haben im Sommer mit seinem Berater gesprochen», gab der 69-Jährige zu. «Es war klar, dass er noch nicht zu alt war, um effektiv zu sein, das hat er in Deutschland bewiesen. Ich hoffe nur, dass zu seinen 71 Toren in der Champions League in den nächsten zwei Spielen keine dazu kommen», blickte Ferguson auf die Duelle gegen Schalke. Das erste steigt bereits am Dienstag in der Gelsenkirchener Arena.

Raúls Landsmann Fernando Torres traf derweil nach 901 torlosen Minuten erstmals im Trikot des FC Chelsea. Beim 3:0 gegen West Ham erzielte der 27-Jährige inmitten von Blitzen und Gewitterschauern das zweite Tor (84.) für die «Blues». «Der Druck ist weg, jetzt kann ich es genießen», sagte Torres erleichtert.

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