BVB-Sportdirektor Michael Zorc sieht das Spiel gegen Piräus als letzte Chance. Foto: Patrick Seeger
BVB-Sportdirektor Michael Zorc sieht das Spiel gegen Piräus als letzte Chance. Foto: Patrick Seeger

BVB-Sportdirektor Michael Zorc sieht das Spiel gegen Piräus als letzte Chance. Foto: Patrick Seeger

dpa

BVB-Sportdirektor Michael Zorc sieht das Spiel gegen Piräus als letzte Chance. Foto: Patrick Seeger

Dortmund (dpa) - Alles oder nichts. Nur ein Sieg gegen Olympiakos Piräus kann Borussia Dortmund vor dem vorzeitigen Aus in der Champions League bewahren.

«Diese Partie ist unsere letzte Chance», kommentierte BVB-Sportdirektor Michael Zorc die schlechte Ausgangslage in der Gruppe F. Nach zuletzt zwei Lehrstunden auf großer Bühne hofft Trainer Jürgen Klopp darauf, das ramponierte Image des deutschen Fußballmeisters am Dienstag aufpolieren zu können. «Gegen Piräus werden wir beweisen, dass der BVB auch Europa kann», sagte der Coach.

Die Niederlagen in Marseille (0:3) und Athen (1:3) brachten der Borussia den Ruf ein, für die Königsklasse nicht reif genug zu sein. Anders als in der Bundesliga machte sie mit haarsträubenden Abwehrfehlern und bedenklicher Abschlussschwäche von sich reden. Der markante Leistungsabfall bei internationalen Auftritten ist selbst Klopp ein Rätsel. Und doch geht der Fußball-Lehrer zuversichtlich in das «Endspiel» gegen den griechischen Meister: «Ich spüre, dass die Mannschaft richtig darauf brennt, es allen Kritikern zu zeigen.»

Mit nur einem Punkt aus drei Spielen rangiert der BVB hinter dem FC Arsenal (7 Zähler), Olympique Marseille (6) und Piräus (3) auf dem letzten Tabellenrang. Nicht zuletzt deshalb erklärte Neven Subotic das Duell vor heimischer Kulisse zum «bis dato wichtigsten Saisonspiel». Die jüngste Erfolgsbilanz in der Meisterschaft macht dem Innenverteidiger Mut. Immerhin verbuchte der Titelverteidiger 13 Punkte aus fünf Spielen.

Noch hat Klopp die Hoffnung auf das Achtelfinale nicht aufgegeben: «Was bei dieser ganzen Geschichte immer vergessen wird, ist die Tatsache, dass wir bisher erst ein Heimspiel hatten.» Der Coach stellte einen weniger naiven Auftritt seiner Mannschaft als in den bisherigen Auswärtsspielen in Aussicht: «Es soll zu erkennen sein, dass wir etwas gelernt haben. Deshalb werden wir die Aufgabe sehr diszipliniert angehen und all jene enttäuschen, die einen Sturmlauf erwarten», sagte der Coach.

Das Projekt «Wiedergutmachung» kann der Revierclub aber voraussichtlich nicht in Bestbesetzung in Angriff nehmen. In Sven Bender droht ausgerechnet der bisher zuverlässigste Mittelfeldspieler auszufallen. Er war beim 1:1 am Samstag in Stuttgart mit einem Taubheitsgefühl im Fuß ausgewechselt worden und fehlte beim Abschlusstraining am Montag. Zum Leidwesen von Klopp: «Ob er spielen kann, wird sich erst kurz vor der Partie entscheiden. Müssten wir jetzt spielen, würde er ausfallen.»

Sollte Bender fehlen, dürfte der erst 18 Jahre alte Moritz Leitner erstmals in der Champions League zur Startformationen zählen. In diesem Fall müsste sich Neuzugang Ilkay Gündogan erneut mit der Reservistenrolle begnügen.

Mit einem Sieg würde der BVB wieder an Piräus vorbeiziehen und sich zumindest einen Vorteil im Kampf um den für den Gruppendritten reservierten Platz in der Europa League verschaffen. Ähnlich wie die Dortmunder kamen auch die Griechen am vergangenen Wochenende nur zu einem Remis. Beim 2:2 gegen OFI Kreta verspielte der Tabellenzweite eine 2:0-Führung. Der ehemalige Münchner José Holebas, der im Hinspiel zum 1:0 traf, stellt sich auf einen Abwehrkampf ein. «Unser Vorteil ist, dass Dortmund unter Druck steht. Ich erwarte eine totale Schlacht, weil Dortmund wohl nonstop nach vorne spielen wird», sagte er dem «Kicker».

Die voraussichtlichen Aufstellungen:

Borussia Dortmund: Weidenfeller - Piszczek, Subotic, Hummels, Schmelzer - Leitner (Bender), Kehl - Götze, Kagawa, Perisic - Lewandowski

Olympiakos Piräus: Costanzo - Torosidis, Mellberg, Papadopoulos, Marcano - Orbaiz, Modesto - Mirallas, Ibagaza, Holebas - Djebbour

Schiedsrichter: Wladislaw Besborodow (RUS)

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