Gewonnen
Die Spieler von Ajax Amsterdam feiern das 2:0 von de Zeeuw gegen den AC Mailand.

Die Spieler von Ajax Amsterdam feiern das 2:0 von de Zeeuw gegen den AC Mailand.

Karim Benzema jubelt nach seinem 1:0 für Real Madrid gegen AJ Auxerre.

Starker Rauch erzwang eine Unterbrechung der Partie zwischen Zilina und Moskau.

Leyti N'Diaye (r) von Olympique Marseille grätscht vor Chelseas Florent Malouda.

Marco Borriello erzielte das 1:0 für AS Rom gegen CFR Cluj.

Schachtjors Darijo Srna (v) schießt einen Freistoß in die Mauer von Sporting Braga.

Zilinas Stanislav Angelovic (l) kämppft gegen Moskaus Dimitri Kombarow.

Bayerns Mario Gomez (l) gratuliert Franck Ribéry (m) zum 1:0-Tor.

Schachtjors Luiz Adriano feiert sein Tor gegen Braga.

dpa, Bild 1 von 9

Die Spieler von Ajax Amsterdam feiern das 2:0 von de Zeeuw gegen den AC Mailand.

Frankfurt/Main (dpa) - Nicht alle Favoriten haben sich in der Champions-League-Gruppenphase mit Ruhm bekleckert, am Ende blieb aber keiner der Arrivierten auf der Strecke. Neuling Zilina bleibt neben Partizan Belgrad als einziges Team ohne Punkt und ärgert sich über randalierende Moskauer Fans.

Mit dem Vereinsrekord von fünf Vorrundensiegen krönte der FC Bayern München seinen Spaziergang ins Achtelfinale der Champions League, doch nun droht ein frühzeitiges Wiedersehen mit Titelverteidiger Inter Mailand. Weil sich neben dem italienischen Meister auch andere Hochkaräter wie der FC Arsenal in der Gruppenphase der «Königsklasse» schwertaten, müssen sich die Bayern und Schalke 04 bei der Auslosung auf dicke Brocken einstellen. Außer Inter und Arsenal sind unter anderen der AC Mailand und FC Valencia mögliche Gegner des deutschen Duos.

Immerhin bleiben den Bundesligisten die spanischen und englischen «Schwergewichte» erspart. Nach dem FC Barcelona unterstrich auch Real Madrid mit dem abschließenden 4:0 gegen AJ Auxerre seine Ambitionen auf den Titelgewinn. Gefeierter Mann beim «weißen Ballett», das auch ohne die deutschen Nationalspieler Mesut Özil und Sami Khedira zauberte, war der Franzose Karim Benzema mit drei Toren. Pech hatte Ersatztorwart Jerzy Dudek, der einen Kieferbruch erlitt und mindestens sechs Wochen ausfällt.

Mit 16 Punkten übertrumpften die in der Gruppe G ungeschlagenen «Königlichen» die Ausbeute der Bayern (15) und des englischen Meisters FC Chelsea (15), der durch das 0:1 bei Olympique Marseille den Vorrundenrekord von sechs Siegen verpasste. «Unsere schlechte Phase geht weiter. Wir haben das Selbstvertrauen in unser Spiel verloren», jammerte Trainer Carlo Ancelotti. Der Italiener, dessen Stuhl nach nur fünf Punkten aus den vergangenen sechs Liga-Spielen wackelt, gab sich dennoch kämpferisch: «Ich bin stark und will das schnell lösen. Wir müssen ein Comeback schaffen.»

In der Premier League top, in der Champions League fast ein Flop: Erst auf den letzten Drücker zog der FC Arsenal zum elften Mal in Serie in die K.o.-Runde ein. Doch auch beim 3:1 gegen Partizan Belgrad überzeugten die «Gunners» nicht. «Es war kein gutes Spiel von uns, wir haben unseren Rhythmus nie gefunden. Sie haben gut verteidigt, aber wir waren nicht in Normalform», moserte Trainer Arsené Wenger.

Partizan-Mittelfeldspieler Almami Moreira traut den Engländern dennoch einiges zu. «Arsenal hat eine großartige Mannschaft und nach Barcelona spielen sie den schönsten Fußball. Deshalb glaube ich, dass sie es bis ins Endspiel schaffen können», sagte Moreira. Als Sieger der Gruppe H marschierte Schachtjor Donezk (15) in das Achtelfinale.

Keine Angst verbreitete der AC Mailand beim 0:2 gegen Ajax Amsterdam. «Dafür gibt es keine Entschuldigung. Ich hatte mir ein anderes Spiel erwartet», schimpfte Milan-Trainer Massimiliano Allegri. Am Pranger stand vor allem Brasiliens Altstar Ronaldinho, über den die «La Gazzetta dello Sport» schrieb: «Traurig, schwerfällig, ausgepfiffen.»

Ohne Punkt verabschiedete sich der slowakische Meister MSK Zilina aus dem Wettbewerb. Das 1:2 gegen Spartak Moskau wurde aber nicht nur sportlich zu einem traurigen Abschied. Die Partie wurde von Krawallen russischer Fans überschattet, die Feuerwerkskörper auf den Rasen warfen und damit eine 22-minütige Unterbrechung provozierten. Spartak droht nun mindestens eine saftige Geldstrafe.

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