Neuzugang
Tamas Hajnal will seiner Karriere beim VfB Stuttgart einen neuen Schub geben

Tamas Hajnal will seiner Karriere beim VfB Stuttgart einen neuen Schub geben

dpa

Tamas Hajnal will seiner Karriere beim VfB Stuttgart einen neuen Schub geben

Stuttgart (dpa) - Beim Tabellenführer Borussia Dortmund ist Tamas Hajnal aufs Abstellgleis geraten, den Vorletzten VfB Stuttgart soll der ungarische Nationalspieler nun vor dem Abstieg retten.

Nachdem der krisengeschüttelte Fußball-Bundesligist am Sonntag schon den japanischen Offensivmann Shinji Okazaki (Shimizu S-Pulse) verpflichtet hatte, stellten die Schwaben am 1. Februar den ungarischen Mittelfeldakteur als weiteren Hoffnungsträger vor.

Am Vortag lieh der VfB Hajnal kurz vor Ende der Transferfrist bis zum Saisonende aus. «Er ist ein Spieler, der uns viele Optionen im offensiven Mittelfeld eröffnet», sagte VfB-Sportdirektor Fredi Bobic. «Er wird den Wettbewerb anheizen.»

In Stuttgart hat Hajnal zugleich die Gelegenheit, seiner Karriere einen neuen Schub zu geben. «Ich möchte diese Chance nutzen. Die Lage beim VfB ist sehr ernst. Wichtig ist, dass ich der Mannschaft helfen kann», sagte der 29-Jährige bei seiner Vorstellung. Bleibt der VfB erstklassig, kann er ihn danach laut Medienberichten für eine Ablöse von rund einer Million Euro fest binden.

Bei der Borussia hatte der 1,68 Meter große Profi gegen die starke Mittelfeld-Konkurrenz mit dem nun verletzten Shinji Kagawa, Mario Götze oder Kevin Großkreutz zuletzt keine Chance mehr.

Warum also nun Stuttgart? Den dortigen Verantwortlichen scheint beim ernüchternden 0:1 im Baden-Württemberg-Derby gegen den SC Freiburg der Schreck mächtig in die Glieder gefahren zu sein. Vor allem die Schwächen in der Offensive waren eklatant. «Nach dem Spiel gegen Freiburg hat der VfB die Situation so beurteilt, dass er eine Verstärkung und neue Optionen braucht», sagte Hajnal. Bobic habe deshalb Kontakt zu BVB-Sportdirektor Michael Zorc aufgenommen. Zwar hatte der VfB schon vor Wochen mit Hajnal gesprochen, dann hieß es aber, er komme nicht.

Bobic und Trainer Bruno Labbadia hoffen nun aber darauf, dass Hajnal an seine starken Leistungen in der ersten Saison beim BVB 2008/2009 (30 Bundesliga-Einsätze, fünf Tore) und davor beim damaligen Erstligisten Karlsruher SC sowie in Liga zwei beim 1. FC Kaiserslautern anknüpfen kann. Seine Profi-Laufbahn begann der ungarische «Fußballer des Jahres» 2007 und 2008 einst beim FC Schalke 04. Im Kellerduell bei Borussia Mönchengladbach dürfte er am 5. Februar schon seine erste Bewährungschance im VfB-Trikot erhalten.

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