Fleißig und effektiv: Olaf Rebbe hatte einen guten Start als neuer Manager des VfL Wolfsburg. Foto: Peter Steffen
Fleißig und effektiv: Olaf Rebbe hatte einen guten Start als neuer Manager des VfL Wolfsburg. Foto: Peter Steffen

Fleißig und effektiv: Olaf Rebbe hatte einen guten Start als neuer Manager des VfL Wolfsburg. Foto: Peter Steffen

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Fleißig und effektiv: Olaf Rebbe hatte einen guten Start als neuer Manager des VfL Wolfsburg. Foto: Peter Steffen

La Manga (dpa) - Manager Olaf Rebbe gewinnt beim VfL Wolfsburg immer mehr an Profil. Der erst 38-Jährige sammelt mit seinem Kaderumbau beim Tabellen-13. der Fußball-Bundesligisten fleißig Pluspunkte beim Mutterkonzern Volkswagen.

Die Verpflichtung von Yunus Malli für 12,5 Millionen Euro vom FSV Mainz 05 wird intern als Coup gefeiert. «Der ganze VfL Wolfsburg ist froh, dass dieser Transfer geklappt hat», sagte Rebbe selbst. Trainer Valérien Ismaël lobte geradezu überschwänglich: «Yunus ist der klassische Zehner, den man gerne in einer Mannschaft hat. Er ist komplett für mich. Er ist der Spieler, der den Unterschied macht.»

Und Rebbes Arbeit ist noch lang nicht beendet: In Paul-Georges Ntep von Stade Rennes dürfte der nächste Offensivspieler bald folgen. «Ntep ist ein interessanter Spieler, wir beschäftigen uns mit ihm», bestätigte Rebbe. Die französische Sportzeitung «L'Equipe» berichtete, Ntep habe sich bereits bei seinen Teamkollegen verabschiedet. Demnach könne der 24-Jährige für rund acht Millionen Euro zum VfL wechseln. Am Freitag hieß es aus dem VfL-Umfeld, auch der französische Nationalspieler könne noch bis kommenden Mittwoch ins Trainingslager nach La Manga kommen.

Rebbe scheint fest entschlossen, den Kaderumbau deutlich vor dem 31. Januar, dem Ende der Winter-Transferperiode, beendet zu haben. In den vergangenen Transferperioden unter dem bisherigen Sportchef Klaus Allofs war dies zumeist anders. Ein Grund für das katastrophale abgelaufene Jahr sowie die Trennung von Trainer Dieter Hecking und letztlich auch Allofs war unter anderem, dass der Kader erst während der laufenden Saison komplett war.

Unter Rebbe dürfte dies nun anders sein. «Langsam geht es in die richtige Richtung», lobte auch Ismaël Rebbes Wirken: «Momentan bin ich als Trainer absolut zufrieden, wie da gearbeitet wird.» In La Manga ist der Jungmanager nur selten am Trainingsplatz zu sehen. Im Eiltempo arbeitet er dagegen die notwendigen Personalien ab.

Für seinen Arbeitseifer wurde der bisherige Assistent des im Dezember geschassten Allofs von VW-Kommunikationschef Hans-Gerd Bode schon vor dem Trainingslager gelobt. Die Suche nach einem neuen Sport-Geschäftsführer liegt aktuell auf Eis. Als Leiter Sport beim VfL hat Rebbe die Managertätigkeit von Allofs übernommen und dürfte sie erstmal weiterführen, Aufstieg nicht ausgeschlossen.

Von VW hieß es zuletzt, die Transferperiode sei eine riesige Chance für Rebbe. Der 38-Jährige scheint diese zu nutzen. Den größten Problemfall im von Allofs unglücklich zusammengestellten Kader, Julian Draxler, ist der VfL längst los. Der VW-Club kassierte für den Weltmeister mit mindestens 42 Millionen Euro eine angesichts Draxlers Leistungen in Wolfsburg unerwartet hohe Ablösesumme.

In Malli - Rebbes ersten echten eigenen Transfer - schnappte sich der VfL einen im vergangenen Jahr ungleich effektiveren Spieler als Draxler. Sechs Tore und sechs Vorlagen gelangen dem türkischen Nationalspieler in den ersten 16 Spielen dieser Saison. Damit liegt der Spielmacher in der Scorerwertung vor Bundesligagrößen wie Arjen Robben, Vedad Ibisevic oder Lars Stindl. Ganz nebenbei steht damit eine leistungsstarke Alternative für Sommer-Zugang Daniel Didavi bereit. Der ehemalige Stuttgarter leidet unter permanenten Knieproblemen und kann auch in La Manga nicht richtig trainieren. «Wir wissen nicht genau, wann er wieder kommt», gestand Rebbe.

Rebbes Arbeit zeichnet sich zudem durch große Diskretion aus. Öffentlichkeitsarbeit ist seine Sache noch nicht. Rebbe arbeitet lieber im Hintergrund, dort aber extrem effektiv. «Wolfsburg hat sich sehr um mich bemüht», sagte etwa Malli. Sein Transfer ging am Donnerstag vollkommen überraschend über die Bühne. Im Gegensatz zur Vergangenheit war bis zuletzt nichts durchgesickert.

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