Klaus Allofs setzte den DFB über die Gerüchte in Kenntnis. Foto: Thomas Eisenhuth
Klaus Allofs setzte den DFB über die Gerüchte in Kenntnis. Foto: Thomas Eisenhuth

Klaus Allofs setzte den DFB über die Gerüchte in Kenntnis. Foto: Thomas Eisenhuth

dpa

Klaus Allofs setzte den DFB über die Gerüchte in Kenntnis. Foto: Thomas Eisenhuth

Bremen (dpa) - Ein bulgarischer Schiedsrichter hat wahrscheinlich unter einem falschen Namen das Testspiel von Werder Bremen gegen den AZ Alkmaar gepfiffen.

Beim 2:1-Sieg am vorigen Mittwoch im türkischen Belek sollte Raitscho Raitschew amtieren. Er befand sich laut bulgarischer Medien nachweislich aber zu Hause, dafür sei ein Ex-Schiedsrichter namens Latschesar Ionow als Referee eingesprungen.

«Wir haben den DFB über diese Gerüchte in Kenntnis gesetzt. Der Schiedsrichter war durch eine völlig überzogene Nachspielzeit von zehn Minuten auffällig geworden», erklärte Werder-Geschäftsführer Klaus Allofs. Da auf Testspiele Sportwetten abgeschlossen werden können, ist ein Manipulationsverdacht nicht auszuschließen. Nach Werder-Angaben war das Gespann über eine Agentur bestellt worden, die den AZ Alkmaar im Trainingslager betreute. Es handelte sich angeblich um Teilnehmer an einem Schiedsrichter-Trainingscamp.

Der ehemalige Zweitliga-Schiedsrichter Ionow gilt als Wiederholungstäter. Der bulgarische Fußballverband hatte ihn im Vorjahr ausgeschlossen, weil er ohne Genehmigung Spiele in Venezuela und Argentinien gepfiffen hatte. «Zukünftig werden wir uns bei Testspielen im Rahmen von Trainingslagern die Pässe der Schiedsrichter zeigen lassen, um solche Situationen auszuschließen», kündigte Allofs an.

Vor einem Jahr hatte ein ungarisches Schiedsrichter-Trio ebenfalls in der Türkei unter falschen Vorzeichen ein Test-Länderspiel zwischen Bulgarien und Estland gepfiffen. Die Partie endete 2:2, alle vier Treffer wurden per Elfmeter erzielt. Das Spiel geriet unter Manipulationsverdacht, weil die Referees nicht auf der Liste des Fußball-Weltverbandes FIFA standen.

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