Nürnberg (dpa) - Nürnbergs Trainer Michael Wiesinger war sichtlich froh, dass seine größte «Waffe auf dem Platz» wieder über mächtig Munition verfügt. Bis vor einem Monat spielte der wieselflinke Alexander Esswein nämlich überhaupt keine Rolle mehr beim fränkischen Fußball-Bundesligisten.

«Er war kein Thema, weil er nicht das angeboten hat, was wir uns von ihm erwartet haben», meinte Wiesinger im Rückblick. Wenn der Offensivallrounder überhaupt mal Spielzeit bekam, dann allenfalls ein paar Minütchen als Einwechselspieler.

Seit drei Wochen ist die schwere Phase nun endlich überstanden: Esswein hat sich im Training zurückgekämpft und Wiesinger überzeugt. Vor allem aber: Er spielt und trifft wieder. In den Partien beim FC Augsburg (2:1) und gegen Schalke 04 (3:0) am Samstag erzielte er jeweils das vorentscheidende zweite Tor. «Alex hat eine unglaubliche Dynamik. Ich glaube, dass bei ihm und in der Mannschaft angekommen ist, dass wir hier nach Leistung aufstellen», kommentierte Wiesinger.

Esswein gilt als schwieriger Charakter, als einer, der sich leicht aus der Bahn werfen lässt. «Dass es wieder gut läuft, ist natürlich schön», meinte der U 21-Nationalspieler knapp. «Aber er hat nachhaltig an sich gearbeitet», lobte sein Coach und versprach: «Wir werden immer wieder einfordern, dass er an die Grenze geht.»

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