Bremen sucht für Köln-Spiel richtige Mischung aus Anspannung und Lockerheit – Yatabaré fällt aus.

Sambou Yatabaré (links) - hier im Zweikampf mit Hamburgs Ivo Ilicevic - fällt im wichtigen Spiel gegen Köln aus.
Sambou Yatabaré (links) - hier im Zweikampf mit Hamburgs Ivo Ilicevic - fällt im wichtigen Spiel gegen Köln aus.

Sambou Yatabaré (links) - hier im Zweikampf mit Hamburgs Ivo Ilicevic - fällt im wichtigen Spiel gegen Köln aus.

Christian Charisius

Sambou Yatabaré (links) - hier im Zweikampf mit Hamburgs Ivo Ilicevic - fällt im wichtigen Spiel gegen Köln aus.

Bremen. Im Kampf um den Klassenerhalt in der Fußball-Bundesliga setzt Werder Bremen weiter auf besondere Reize. Dem 6:2-Heimsieg gegen den VfB Stuttgart war ein Kurz-Trainingslager in Verden vorausgegangen, und auch vor der Partie am Sonnabend beim 1. FC Köln (15.30 Uhr) verbringen die Grün-Weißen mehr Zeit als gewöhnlich miteinander. Der Werder-Tross reiste bereits am Donnerstag ins Rheinland.

Wir wollen unbedingt den Schwung von unserem Sieg mitnehmen, deshalb werden die Abläufe vor dem Spiel ähnlich sein“, sagt Viktor Skripnik. Der Werder-Trainer will die gemeinsame Zeit dazu nutzen, seinen Schützlingen „Ruhe, Teambuilding und Sicherheit“ zu vermitteln – vor dem Kellerduell gegen Stuttgart hatte das hervorragend funktioniert. Manager Thomas Eichin hofft, dass das Zusammenrücken auch in Köln zu einem starken Werder-Auftritt führen wird: „Entscheidend ist die mentale Situation. Wir müssen uns dringend auf das nächste Endspiel konzentrieren und uns in dieselbe Verfassung bringen wie gegen Stuttgart.“

Die Werder-Profis begrüßen die Maßnahme, einen Tag früher als üblich zum Auswärtsspiel zu reisen. „In der vergangenen Woche hat es uns gutgetan. Ich hoffe, dass es wieder so sein wird“, sagt Sturm-Oldie Claudio Pizarro. Auch Zlatko Junuzovic hält die besondere Vorbereitung für sinnvoll: „Es ist besser, wenn wir in dieser schwierigen Situation zusammen sind. Wir wissen, was wir können, und wollen die Leistung aus dem Stuttgart-Spiel bestätigen.“ Dabei bauen die Bremer erneut auf die Hilfe des Psychologen Prof. Andreas Marlovits. Was Marlovits mit den Spielern anstellt, mag Junuzovic nicht verraten – die professionelle Unterstützung sei aber sehr wertvoll. „Es ist wichtig, dass du im Kopf frei bist und trotz des Drucks auch Spaß hast. Sonst kannst du auch keine Leistung bringen. Wichtig ist zudem, dass du dich auf den anderen verlassen kannst, dass Fehler ausgebügelt werden“, erklärt der Österreicher. Klassenerhalt schon in Köln?

Wenn es für die Grün-Weißen gut läuft, können sie bereits am Sonnabend den Klassenerhalt feiern. Voraussetzung dafür ist ein Auswärtssieg in Köln sowie Niederlagen der Mitkonkurrenten Eintracht Frankfurt (zu Hause gegen Borussia Dortmund) und VfB Stuttgart (zu Hause gegen Mainz 05). „Ich kann mir nicht vorstellen, dass nach diesem Spieltag irgendetwas geklärt sein wird“, mag sich Eichin auf keine Rechenspiele einlassen. Der Manager rät den Spielern, sich auf ihre Aufgabe im Rhein-Energie-Stadion zu konzentrieren: „Wir müssen unseren Job und erledigen und die Punkte holen, da brauchen uns die Anderen nicht zu interessieren.“

Verzichten müssen die Grün-Weißen auf Sambou Yatabaré, für den die Saison nach seinem gegen Stuttgart erlittenen Muskelbündelriss im Oberschenkel beendet ist. Schade, findet Skripnik, denn der in der Winterpause aus Belgien gekommene Mittelfeldspieler drehte zuletzt immer stärker auf. „Er hat überhaupt keine Angst vorm Gegner. Das hat er gegen Dortmund und Bayern gezeigt“, lobt der Werder-Coach den Nationalspieler Malis. Mit Levin Öztunali, nach seiner Einwechslung gegen Stuttgart Torschütze und Vorbereiter, gebe es aber geeigneten Ersatz für Yatabaré.

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