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Rose Gerdts-Schiffler ist Sprecherin der Bremer Innenbehörde. Foto: Ingo Wagner

Rose Gerdts-Schiffler ist Sprecherin der Bremer Innenbehörde. Foto: Ingo Wagner

dpa

Rose Gerdts-Schiffler ist Sprecherin der Bremer Innenbehörde. Foto: Ingo Wagner

Bremen (dpa) - Das Bundesliga-Nordduell zwischen Werder Bremen und Hannover 96 am 13. Dezember in Bremen wird nicht mehr als Risikospiel bewertet. Dadurch entfällt die Voraussetzung, eine Rechnung für erhöhte Polizeikosten an die Deutsche Fußball-Liga (DFL) zu schicken.

«Das ist nach enger Absprache mit den Vereinen und der Polizei geschehen», sagte die Sprecherin der Innenbehörde, Rose Gerdts-Schiffler, gegenüber Radio Bremen. Der Bremer Senat begründete den Sinneswandel mit den Änderungen in der Fan-Szene bei Hannover 96. «Die 96-Ultras unterstützen die Mannschaft nicht mehr. Dadurch hat sich die Sicherheitslage geändert», erklärte die Sprecherin. Dennoch werden mehrere tausend Anhänger aus Hannover erwartet. Viele Fans sollen von der Polizei vom Bremer Bahnhof zum Weserstadion begleitet werden. Nach Angaben des Innenressorts werden bis zu 400 Beamte im Einsatz sein.

Das Bundesland Bremen hatte im Oktober beschlossen, die DFL künftig für Polizeikosten bei Risikospielen zur Kasse zu bitten. Die erste Rechnung über rund 350 000 Euro sollte nach dem Hannover-Match fällig sein. Die DFL und der Deutsche Fußball-Bund (DFB) lehnen die Maßnahme strikt ab. Der DFB hatte als Reaktion das EM-Qualifikationsspiel gegen Gibraltar von Bremen kurzfristig nach Nürnberg verlegt.

Offen ist noch, ob das letzte Bremer Heimspiel des Jahres gegen Borussia Dortmund am 20. Dezember als Risikospiel eingestuft werden soll. «Wir wollen nichts über das Knie brechen. Eine Rechnung muss begründet sein», erklärte Gerdts-Schiffler.

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