Nachsichtig
Wolfsburgs Trainer Steve McClaren hat Verständnis für frustrierte Spieler.

Wolfsburgs Trainer Steve McClaren hat Verständnis für frustrierte Spieler.

dpa

Wolfsburgs Trainer Steve McClaren hat Verständnis für frustrierte Spieler.

Wolfsburg (dpa) - Stürmer Edin Dzeko hat sein Schweigen gebrochen und sich bei Trainer Steve McClaren öffentlich für seine Disziplinlosigkeit entschuldigt.

Der Kapitän des Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg muss wegen seines verweigerten Handschlags mit McClaren beim 0:0 gegen Werder Bremen am 4. Dezember 5000 Euro für die Aktion «Das goldene Herz» zugunsten sozial benachteiligter Kinder spenden. «Was ich da gemacht habe, war nicht richtig von mir», erklärte Dzeko auf der VfL-Homepage.

Der bosnische Stürmer, an dem Real Madrid interessiert sein soll, war nach einem verschossenen Elfmeter und einer schwachen Leistung gegen Werder kurz vor Spielende ausgewechselt worden. Dzeko verließ daraufhin laut fluchend das Feld und zog seinem Trainer demonstrativ die Hand weg. «Ich war enttäuscht über meine Leistung und den verschossenen Elfmeter», rechtfertigte sich der Bosnier jetzt. «Und einen Spieler sollte es auch nie freuen, wenn er ausgewechselt wird.»

McClaren hatte zuvor Verständnis für Dzeko geäußert und die Angelegenheit nach einer Aussprache für beendet erklärt. «Wir regeln solche Sachen intern und dann sind sie auch schnell vom Tisch», sagte er. Zuvor hatte Dzeko jeden Kommentar zu der Aktion verweigert. «Ich musste mir auch erst mal ein paar Gedanken über die Situation machen», erklärte der Torjäger.

Offenbar sah er sich wegen der Negativschlagzeilen der vergangenen Tage nun gezwungen, an die Öffentlichkeit zu gehen, um einer aufkommenden Trainerdiskussion entgegenzuwirken. «Es hatte überhaupt nichts mit dem Trainer zu tun, zu dem ich immer ein gutes Verhältnis hatte und weiterhin habe», beteuerte Dzeko.

Angesichts von Tabellenplatz 13 und nur einem Sieg aus den vergangenen neun Spielen steht der erst im Sommer gekommene McClaren beim eigentlichen Europapokal-Aspiranten stark unter Druck. Die Manager vom Mutterkonzern Volkswagen hatten zuletzt bereits deutlich ihre Unzufriedenheit geäußert. «Wenn man die Situation mit der Erwartungshaltung vergleicht, dann liegen wir natürlich zurück», räumte McClaren ein. In der Winterpause soll die Situation beim VfL analysiert werden.

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