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Pure Freude: Nelson Valdez reißt sich nach seinem Tor das Trikot runter. Foto: Frank Rumpenhorst

Pure Freude: Nelson Valdez reißt sich nach seinem Tor das Trikot runter. Foto: Frank Rumpenhorst

dpa

Pure Freude: Nelson Valdez reißt sich nach seinem Tor das Trikot runter. Foto: Frank Rumpenhorst

Frankfurt/Main (dpa) - Bis zum späten Samstagnachmittag um kurz nach fünf dachte Nelson Valdez eigentlich, er habe in seiner Karriere alles erlebt.

Der Stürmer aus Paraguay ist mit 20 Jahren deutscher Meister geworden mit Werder Bremen, er hat für Rubin Kasan im tiefsten Tatarstan gespielt und dann auch noch in Abu Dhabi und für einen spanischen Club, der beinahe pleiteging. Am späten Samstagnachmittag aber war das alles für einen Moment vergessen.

Valdez, mittlerweile bei Eintracht Frankfurt unter Vertrag, wurde nach sechseinhalbmonatiger Verletzungspause zum ersten Mal wieder eingewechselt im Spiel gegen Paderborn (74.). Und der 31-Jährige stand keine zehn Minuten auf dem Platz, da schoss er mit einem schönen Heber das Tor zum 4:0-Endstand für die SGE (82.). «Das ist ein unbeschreibliches Gefühl. Wie nach meinem ersten Tor», sagte er.

Valdez riss sich das Trikot vom Leib nach diesem Comeback. Er rutschte auf Knien Richtung Fankurve, sein Kollege Haris Seferovic kam extra von der Reservebank aus angelaufen, um ihm zu gratulieren. Draußen am Spielfeldrand stand Thomas Schaaf, jener Trainer, der ihn damals bei Werder zum Profi gemacht und ihn in seiner Karriere gefördert hat, wie kein Zweiter. «Das sind die Geschichten des Fußballs», meinte Schaaf. «Glückwunsch an ihn. Das ist toll.»

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