Joe Zinnbauer
Hamburger SV: Joe Zinnbauer folgte auf Mirko Slomka. Foto: Malte Christians

Hamburger SV: Joe Zinnbauer folgte auf Mirko Slomka. Foto: Malte Christians

Schalke 04: Roberto di Matteo folgte auf Jens Keller. Foto: Federico Gambarini

SV Werder Bremen: Viktor Skripnik folgte auf Robin Dutt. Foto: Uwe Anspach

VfB Stuttgart: Huub Stevens folgte auf Armin Veh. Foto: Daniel Naupold

Hertha BSC: Pal Dardai folgte auf Jos Luhukay. Foto: Oliver Mehlis

FSV Mainz 05: Martin Schmidt folgte auf Kasper Hjulmand. Foto: Arne Dedert

Hamburger SV Peter Knäbel folgte auf Joe Zinnbauer. Foto: Axel Heimken

Hamburger SV: Bruno Labbadia folgte auf Peter Knäbel. Foto: Daniel Bockwoldt

Hannover 96: Michael Frontzeck folgte auf Tayfun Korkut. Foto: Peter Steffen

dpa, Bild 1 von 9

Hamburger SV: Joe Zinnbauer folgte auf Mirko Slomka. Foto: Malte Christians

Frankfurt/Main (dpa) - Neunmal versuchten die Verantwortlichen in der Fußball-Bundesliga in dieser Saison, das Schicksal ihres Vereines mit Hilfe eines Trainerwechsels zum Guten zu wenden.

Während die Trennungen in Bremen und Mainz die gewünschte Wirkung erzeugten, verpufften sie andernorts. Vor allem beim Hamburger SV ging die Krise einfach immer weiter.

HAMBURGER SV: Joe Zinnbauer für Mirko Slomka

Mit viel Elan ging der vorherige U23-Trainer die Aufgabe beim HSV an, impfte der leblosen Mannschaft neuen Elan ein. Doch nach der Winterpause ging es auch unter Zinnbauer weiter bergab. Ein 0:8 bei Bayern München leitete Zinnbauers Ende ein, nach sechs Pleiten in Serie war auch der zweite HSV-Coach der Saison weg.
Urteil: Trainerwechsel verpufft

FC SCHALKE 04: Roberto di Matteo für Jens Keller

Nach sieben Spielen rangen sich die Bosse zur Trennung vom stets umstrittenen Jens Keller durch. Sein blasses Auftreten wurde ihm zum Verhängnis. Nun sollte Champions-League-Sieger Roberto di Matteo für neuen Glanz sorgen. Doch der Plan misslang. Nur mit Mühe gelang der Sprung in die Europa League - das hätte Keller auch geschafft.
Urteil: Trainerwechsel ohne die erhoffte Wirkung.

WERDER BREMEN: Viktor Skripnik für Robin Dutt

Nach neun Spielen ohne Sieg zum Saisonstart hatten die Bosse genug, Robin Dutt musste gehen. Werder-II-Coach und Ex-Spieler Victor Skripnik übernahm das Kommando. Mit seiner ruhigen, unaufgeregten Art brachte er die Bremer zurück auf Kurs. Fußball im Weserstadion macht wieder Spaß, sogar die Europa League ist noch drin.
Urteil: Der beste Trainerwechsel der Saison.

VFB STUTTGART: Huub Stevens für Armin Veh

Ein Kämpfer war Armin Veh noch nie. Auf Platz 18 schmiss der frühere Meistertrainer des VfB einfach hin. Pikant: Sein Vorgänger wurde sein Nachfolger, erneut setzten die Verantwortlichen auf Huub Stevens. Der Niederländer schaffte zwar nicht die komplette Wende, einen Spieltag vor Schluss hat Stuttgart aber die Rettung in der eigenen Hand.
Urteil: Guter Trainerwechsel - wenn Stevens den VfB am Samstag rettet

HERTHA BSC: Pal Dardai für Jos Luhukay

In der Hauptstadt träumten sie mal wieder von mehr. Der fleißige, aber auch verbissene Jos Luhukay konnte die Sehnsucht nicht erfüllen. Im Februar war für den Aufstiegstrainer Schluss. Nachwuchs-Coach Pal Dardai übernahm und führte das Team mit einfachen Maßnahmen von den Abstiegsrängen. Doch die Relegation droht immer noch.
Urteil: Trotzdem richtiger Trainerwechsel

FSV MAINZ 05: Martin Schmidt für Kasper Hjulmand

Kasper Hjulmand und Mainz 05 - das passte einfach nicht. Der Däne überzeugte zwar mit großer Fachkenntnis, sein Team erreichte er damit aber schon bald nicht mehr. Als der Abstieg drohte, griff Manager Christian Heidel ein. Martin Schmidt kam von den Amateuren und setzte wieder auf die alten Mainzer Tugenden wie Leidenschaft und Kampf.
Urteil: Genau der richtige Trainerwechsel, Mainz ist wieder Mainz

HAMBURGER SV: Peter Knäbel für Joe Zinnbauer

Nach der Trennung von Joe Zinnbauer setzte sich Sportdirektor Peter Knäbel beim HSV selbst auf die Bank. Er sollte den Bundesliga-Dino retten, damit nach der Saison Thomas Tuchel übernehmen kann. Doch der Plan scheiterte. Unter Knäbel setzte es zwei weitere Niederlagen, danach war Knäbels Trainerintermezzo schon wieder vorbei.
Urteil: Verschenkter Trainerwechsel

HAMBURGER SV: Bruno Labbadia für Peter Knäbel

Als vierter Trainer der Saison sollte Bruno Labbadia den HSV vor dem Absturz retten. Nach der Derby-Niederlage in Bremen führte Labbadia seinen alten Verein zu zwei Siegen. Die Mannschaft lebte wieder, die Wende schien geschafft. Doch in den direkten Duellen mit Freiburg und Stuttgart gab es nur einen Punkt und den Rückfall auf Platz 17.
Urteil: Trainerwechsel kam zu spät

HANNOVER 96: Michael Frontzeck für Tayfun Korkut

Hannovers Präsident Martin Kind versuchte alles, um an seiner Trainerlösung Tayfun Korkut festzuhalten. Doch nach 13 Spielen ohne Sieg war für den Türken Schluss. Nachfolger Michael Frontzeck bekam nur einen Vertrag bis Sommer, hauchte dem Team aber wieder Leben ein. Am 34. Spieltag haben es die Niedersachsen nun selbst in der Hand.
Urteil: Trainerwechsel kam zu spät

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