Der Kaiser
Franz Beckenbauer hat sich mal wieder zu Wort gemeldet.

Franz Beckenbauer hat sich mal wieder zu Wort gemeldet.

dpa

Franz Beckenbauer hat sich mal wieder zu Wort gemeldet.

München (dpa) - Der mögliche Torwarttausch beim FC Bayern München sorgt weiter für Gesprächsstoff. In seiner «Bild»-Kolumne äußerte Franz Beckenbauer Unverständnis für den Plan von Trainer Louis van Gaal, in der Rückrunde den jungen Thomas Kraft anstelle von Hans-Jörg Butt ins Tor zu stellen.

«Klüger wäre es gewesen, wenn sich Louis van Gaal bei einer so wichtigen Frage vorher mit den Verantwortlichen des FC Bayern besprochen hätte», schreibt der Ehrenpräsident des deutschen Fußball-Rekordmeisters.

Van Gaal gehe mit dem für den Rückrundenstart beim VfL Wolfsburg erwarteten Tausch «das Risiko ein, seine Maßnahme ohne Rückendeckung durchzuziehen», kritisierte Beckenbauer: «Zumindest Sportdirektor Christian Nerlinger als seinen engsten Vertrauten müsste er vorab informieren». Noch besser wäre es gewesen, wenn der Niederländer Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge mit einbezogen hätte.

Van Gaal hätte sich mit seinen Vorgesetzten absprechen müssen, meinte Beckenbauer, denn «im Gegensatz zu allen anderen Positionen handelt es sich beim Torwart um eine Grundsatz-Entscheidung, die auch die Zukunftsplanung des Vereins beeinflussen kann».

Von der Sache her gibt es laut Beckenbauer «sicher Argumente für den Tausch. Bei einem Torwart von 36 Jahren darf sich ein Trainer Gedanken um die Zukunft machen. Thomas Kraft hat bei seinen beiden Champions-League-Einsätzen überzeugt. Da kann man sportlich rechtfertigen, ihm eine Chance zu geben».

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