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Arjen Robben (l) mit Mark van Bommel (r) beim Training des FC Bayern München.

Arjen Robben (l) mit Mark van Bommel (r) beim Training des FC Bayern München.

dpa

Arjen Robben (l) mit Mark van Bommel (r) beim Training des FC Bayern München.

München (dpa) - Der ersehnte Rückkehrer Arjen Robben stand erstmals in dieser Saison mit dem Team des FC Bayern auf dem Platz - abseits des Rasens wurde dagegen weiter über das Münchner Personal gesprochen.

Mehrere Medien spekulierten, dass der Fußball-Rekordmeister seinen vom VfL Wolfsburg umgarnten Kapitän Mark van Bommel in der Winterpause durch den Hoffenheimer Luiz Gustavo ersetzen könnte. Auch wenn 1899 nicht daran denkt, seinen bis 2014 gebundenen Defensiv-Allrounder zeitnah ziehen zu lassen.

«Ich halte es für ausgeschlossen, dass wir ihn in der Winterpause gehen lassen», sagte Hoffenheims Trainer Ralf Rangnick. «Wir denken nicht daran, ihn abzugeben. Es gab auch noch keine Verhandlungen.» Ob der Brasilianer bis zum Ende seines Vertrages in Hoffenheim bleibe, wisse er nicht: «Aber wir kämpfen mit aller Macht darum, das er auch nächste Saison bei uns spielt.»

Von den Münchnern gab es zu den Personal-Spekulationen - auch ein Interesse an Evertons Außenverteidiger Leighton Baines wurde kolportiert - beim Training keine Aussagen. Dafür durften sich die Bayern-Bosse einen Tag vor der Achtelfinal-Auslosung in der Champions League in Nyon freuen, dass Robben auf dem Weg zur Rückkehr ins Team die nächsten Schritte ging.

«Ich habe sehr lange und sehr viel gearbeitet. Wenn man dann mit den Jungs wieder auf dem Platz steht, ist das unbeschreiblich», sagte der Niederländer. «Super» sei es gewesen, «ich bin wieder Teil der Mannschaft.» Inmitten der schwarzen Trainings-Anzüge seiner Mitspieler durfte der niederländische Turbo-Dribbler im auffällig roten Bayern-T-Shirt wieder mit dem Team üben. Allerdings soll der seit der WM in Südafrika verletzte Robben im Rahmen seines Wiederaufbau-Programms nur Teile der Mannschafts-Einheiten bestreiten. Richtig belastet werden könnte er dann im Winter- Trainingslager in Katar vom 2. bis 9. Januar.

«Ich bin noch nicht bei 100 Prozent», sagte Robben, «es liegt natürlich noch viel Arbeit vor mir.» Er hofft für das erste Rückrundenspiel am 15. Januar in Wolfsburg, «dass ich dabei sein kann.»

Bei der Doppel-Aufgabe in Meisterschaft und Pokal beim VfB Stuttgart wird auf Robben noch nicht gebaut. Für den großen Wurf in der Champions League werden «Farbtupfer», so Keeper Jörg Butt, wie Robben und Franck Ribéry vonnöten sein. Erst einmal hoffen die Münchner auf ein gutes Los für das Achtelfinale, in dem es gegen den FC Kopenhagen gehen könnte, aber auch die Mailänder Clubs AC und Inter drohen.

«Aber wichtiger sind die beiden Spiele gegen Stuttgart. In der Champions League nehmen wir es, wie es kommt. Die Revanche gegen Inter kann meinetwegen etwas später kommen und auch Milan oder Arsenal sind sicher Top-Mannschaften, die man nicht unbedingt im Achtelfinale haben will. Aber wenn es so kommt, wäre das auch okay», sagte Butt, der gegen den VfB zwei «absolute» Pflichtsiege erwartet.

Ebenso wie Mario Gomez äußerte sich der Torwart-Routinier nicht zu den Wechsel-Gerüchten über Kapitän van Bommel, hob jedoch den Stellenwert des 33-Jährigen hervor. «Mark ist Kapitän», sagte Butt. «Er ist einer der wichtigsten Spieler, die das Gerüst der Mannschaft bilden.» Auch Gomez lobte den «sehr guten Kapitän», der sich um alles kümmere.

Van Bommel, dessen Vertrag am 30. Juni ausläuft, denkt über seine Zukunft nach - auch mit dem Ziel der EM 2012 im Hinterkopf. Nach «kicker»-Informationen soll dem Niederländer ein Vertragsangebot für zweieinhalb Jahre von Wolfsburg vorliegen. Im Falle eines Falles müssten die Münchner für Gustavo als Ersatzmann wohl deutlich mehr als zehn Millionen Euro Ablöse überweisen. Für Rangnick wäre dieses Geld «eine Lach-, aber keine Schmerzgrenze».

Die «Süddeutsche Zeitung» veröffentlichte Details über die Personalie Mats Hummels. Angeblich sollen sich die Münchner beim Verkauf des Innenverteidigers an Borussia Dortmund eine Kaufoption von acht Millionen Euro Ablöse für den viel gepriesenen Defensivmann zusichern haben lassen. Dortmunds Geschäftsführer Hans- Joachim Watzke dementierte umgehend: «Es gibt definitiv keine Kaufoption und auch keine Nebenabsprachen.»

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