Neuanfang
Holger Stanislawski ist in Zuzenhausen angekommen.

Holger Stanislawski ist in Zuzenhausen angekommen.

dpa

Holger Stanislawski ist in Zuzenhausen angekommen.

Zuzenhausen (dpa) - Holger Stanislawski hat sich für seinen neuen Job bei 1899 Hoffenheim gleich hohe Ziele gesetzt.

«Wir wollen irgendwo da oben reinpieksen. In die Plätze, wo man international spielen kann. Und wir wollen uns schrittweise entwickeln», sagte der neue Trainer des nordbadischen Fußball-Bundesligisten bei einer Pressekonferenz und scherzte: «Deutscher Meister wäre nicht verkehrt. Die Schale eignet sich gut als Obstschale.»

Der bisherige FC-St.-Pauli-Coach und Nachfolger von Marco Pezzaiuoli hat am 22. Juni Trainingsauftakt in Zuzenhausen. «Für mich erfüllt sich ein Traum, das ist ein Quantensprung in meiner Karriere», sagte er nach 18 Jahren beim Kultclub in Hamburg.

Mit einem Transparent hatten 1899-Fans Stanislawski empfangen: «Wir können dir St. Pauli nicht ersetzen, aber als zweite Heimat kannst du auf uns setzen.» Der 41-Jährige zeigte sich vom Trainingsgeländer in Zuzenhausen beeindruckt und ansonsten bestens gelaunt. «Was ich hier vorfinde, ist großes Kino. Hier ist alles so weitläufig, dass ich nicht alleine zurückfinde. Ich brauche einen Lageplan», erklärte er. «Hier könnte man den Rasen permanent streicheln.» Zudem freute sich Kaffee-Fan Stanislawski über die vielen Automaten: «An jeder Ecke lacht mir ein Cappuccino entgegen.»

Mit welchem Kader er mit dem Tabellenelften der abgelaufenen Saison in die neue Runde geht, ist noch unklar. Wackelkandidaten sind vor allem Nationalspieler Andreas Beck (Angebot von Juventus Turin) und der vom FC Bayern München ausgeliehene David Alaba. «Wir wollen mit der Art und Weise Fußball zu spielen die Zuschauer begeistern», sagte Stanislawski. «Die Leute sollen nach Hause gehen und sagen: Das war ein wunderschöner Nachmittag.»

Die Mannschaft habe eine hohe Qualität, wackle aber manchmal in der Defensive. Stanislawski setzt auf Kontinuität. «Wir werden nicht mit der Streitaxt durch die Truppe rennen und zehn Leute rausschmeißen.» Der Klassenverbleib sei nun die Grundvoraussetzung, «aber wir wollen uns auch höhere Ziele setzen. Ohne Druck sind keine Höchstleistungen möglich.» Er sei überzeugt: «Wenn man so viel wie Hoffenheim in den Nachwuchs investiert, wird sich das irgendwann mal auszahlen.»

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