VfL Wolfsburg - 1. FC Köln
Doppeltorschütze Ashkan Dejagah (r) feiert mit seinem Wolfsburger Kollegen Diego.

Doppeltorschütze Ashkan Dejagah (r) feiert mit seinem Wolfsburger Kollegen Diego.

dpa

Doppeltorschütze Ashkan Dejagah (r) feiert mit seinem Wolfsburger Kollegen Diego.

Wolfsburg (dpa) - Erleichterung beim VfL Wolfsburg, Panik beim 1.FC Köln: Nach dem ersten Sieg im fünften Spiel unter VfL-Coach Felix Magath trennen beide abstiegsbedrohten Clubs nur noch drei Punkte.

Das 4:1 (2:1) der Wolfsburger im direkten Duell der Fußball-Bundesliga verschaffte den Niedersachsen auf Relegationsrang 16 neue Hoffnung auf den Klassenverbleib. Für die Rheinländer wird die Situation nach der dritten Niederlage in Serie dagegen immer prekärer.

«Mit dem heutigen Spiel muss jedem klar sein, dass wir wieder mitten drin sind. Wir haben zum ungünstigsten Zeitpunkt drei Spiele in Serie verloren», urteilte Gäste-Coach Frank Schaefer. Auch Sportdirektor Volker Finke war bedient: «Jeder wusste, was eine Niederlage in Wolfsburg bedeuten würde.» Eine kurzfristige Trennung vom ohnehin zum Saisonende scheidenden Trainer schloss Finke indes aus. «Da denke ich momentan überhaupt nicht dran», sagte Finke.

Zwar haben die Rheinländer auf Rang 14 mit 35 Punkten immer noch die deutlich bessere Ausgangsposition als Wolfsburg mit 32 Zählern auf Rang 16. Die Niedersachsen sehen sich nun jedoch deutlich im Aufwind. «Wir haben heute einen Schritt gemacht. Jetzt müssen drei weitere folgen», sagte Magath im Hinblick auf die noch ausstehenden Partien in Bremen, gegen Kaiserslautern und bei Hoffenheim.

Erfolgsgarant war der überragende Mario Mandzukic, der die klar überlegenen Gastgeber in der 14. und 39. Minute auf die Siegerstraße brachte. Auch Ashkan Dejagah (58./88.) steuerte ein Doppelpack bei. Vor 30 000 Zuschauern in der ausverkauften VW-Arena traf für die Gäste lediglich Sebastian Freis (40.), und das auch nur dank gütiger Mithilfe des patzenden VfL-Keepers Diego Benaglio.

Wolfsburg spielte insgesamt aber nach einer unruhigen Woche mit der Drohung des VW-Mutterkonzerns und Vorwürfen der eigenen Fanclubs befreit auf und schaffte den ersten Sieg seit zwei Monaten.

Im Vergleich zum 2:2 gegen St. Pauli war der VfL nicht wiederzuerkennen, spielte von Beginn an offensiv und war klar überlegen. Ohne den gelbgesperrten Kapitän Lukas Podolski setzte Köln als schwächstes Auswärtsteam seine erfolglosen Vorstellungen auf des Gegners Plätzen fort und ist seit dem 21. November 2010 (1:0 beim VfB Stuttgart) in der Fremde sieglos. Vor allem das Kölner Abwehrverhalten war nicht erstligawürdig, individuelle Fehler durch Pedro Geromel und Youssef Mohamad begünstigten die Gegentreffer.

Als einziger Kölner in Normalform rettete FC-Keeper Michael Rensing die Gäste vor einer noch höheren Niederlage. Vor der Pause gegen Mandzukic und Sekunden nach Wiederanpfiff gegen einen Kopfball von Jan Polak zeigte der ehemalige Müchner Klasse-Reflexe. Das katastrophale Kölner Abwehrverhalten setzte sich allerdings auch beim Wolfsburger 3:1 fort: Diego wurde im zentralen Mittelfeld völlig alleingelassen, der Treffer durch Dejagah nach Grafite-Zuspiel war nur noch Formsache. Nach einem Konter erhöhte der Deutsch-Iraner kurz vor dem Ende sogar noch zum verdienten 4:1.

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