Der Mainzer Andre Schürrle (l) wird von Wolfsburgs Josue angegriffen.
Der Mainzer Andre Schürrle (l) wird von Wolfsburgs Josue angegriffen.

Der Mainzer Andre Schürrle (l) wird von Wolfsburgs Josue angegriffen.

dpa

Der Mainzer Andre Schürrle (l) wird von Wolfsburgs Josue angegriffen.

Mainz (dpa) - Der Däne Simon Kjaer zauberte mit dem Kopfballtreffer kurz vor Schluss seinem umstrittenen Trainer Steve McClaren nach dem 1:0 (0:0) im Bundesliga-Spiel seines VfL Wolfsburg beim FSV Mainz 05 das Lächeln zurück ins Gesicht.

«Nach sieben Unentschieden ist so ein Sieg gut für die Moral. Wir sind als Mannschaft aufgetreten», sagte der Engländer nach der Partie. «Der Sieg gibt uns allen Ruhe, der Mannschaft und dem Trainer. Bislang hatten wir ein mannschaftliches Problem, heute war es besser», meinte Fußball-Nationalspieler Arne Friedrich.

FSV-Trainer Thomas Tuchel war nach dem zweiten 0:1 innerhalb einer Woche und dem Abrutschen auf den vierten Platz sauer wie selten. «Es nervt uns alle, dass wir einen enormen Aufwand betreiben, aber dafür keinen Ertrag bekommen», sagte der 37-Jährige. Torhüter Heinz Müller nahm den erneuten Verlust der Punkte auf seine Kappe. «Ich bin volles Risiko gegangen. Kjaer war einen Tick schneller als ich. Wenn ich rauskomme, muss ich den Ball haben», beschrieb die Mainzer Nummer eins die entscheidende Szene in der 82. Minute. Es sei ein bisschen Sand im Getriebe beim FSV zu Beginn der Rückrunde. «Uns fehlt die Durchschlagskraft», erklärte Müller.

Mainz setzte auf verstärkte Offensive, brachte Adam Szalai und Sami Allagui, die über die Außenpositionen von Marcel Risse und André Schürrle unterstützt wurden. Vor den Augen von Bundestrainer Joachim Löw musste Nationalspieler Lewis Holtby eine Woche nach einer Gehirnerschütterung ebenso auf die Bank wie Marco Caligiuri. Wolfsburg vertraute nach dem Abgang von Edin Dzeko weiter auf Grafite als einziger Spitze.

Beide Teams setzten auf frühes Stören, um den Gegner nicht ins Spiel kommen zu lassen. Die Hausherren wurden zuerst gefährlich. Allagui (1.) wurde ebenso in letzter Sekunde gestoppt wie Schürrle. Nach 21 Minuten versuchte es Allagui aus der Distanz, doch er verfehlte das Tor klar. Wolfsburg blieb über Ballverteiler Diego im Spiel, Chancen waren eine Rarität, weil auf beiden Seiten die Abwehrreihen sicher standen. Fehlpässe und technische Mängel im Spielaufbau verhinderten trotz hoher Laufarbeit klare Aktionen.

Mainz 05 blieb auch nach dem Wechsel engagierter als die Norddeutschen, die mit einem weiteren Remis früh zufrieden schienen und bis auf einen Schuss von Grafite (75.) keine Chance herausspielten. Aus heiterem Himmel gelang Wolfsburg der Siegtreffer, als Kjaer einen Freistoß von Diego einnickte. Dabei machte Torhüter Heinz Müller eine sehr unglückliche Figur. Die Mainzer kämpften verzweifelt, aber vergeblich, um zumindest noch das Remis zu schaffen.

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