Werder Bremen -  Bayer Leverkusen
Der Bremer Claudio Pizarro (l) im Laufduell mit dem Leverkusener Manuel Friedrich. Foto: Carmen Jaspersen

Der Bremer Claudio Pizarro (l) im Laufduell mit dem Leverkusener Manuel Friedrich. Foto: Carmen Jaspersen

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Der Bremer Claudio Pizarro (l) im Laufduell mit dem Leverkusener Manuel Friedrich. Foto: Carmen Jaspersen

Bremen (dpa) - Werder Bremen und Bayer Leverkusen treten in der Fußball-Bundesliga auf der Stelle. Die direkten Verfolger der vier Top-Teams trennten sich 1:1 (1:0) und verpassten so den Anschluss an die Champions-League-Plätze.

«Jetzt müssen wir mal wieder gewinnen», forderte Werder-Clubchef Klaus Allofs nach dem zweiten Unentschieden nacheinander. Vor 40 600 Zuschauern im Weserstadion hatte Stefan Reinartz (57. Minute) für Leverkusen das Bremer Führungstor von Claudio Pizarro (29.) noch ausgeglichen, weil Werder-Torhüter Tim Wiese nach einer Ecke daneben griff.

Mit nun 31 Punkten bleibt Werder als Fünfter in der Tabelle einen Zähler vor Leverkusen (30). Obwohl der Abstand nach oben für beide Teams größer und nach unten geringer wurde, waren die Trainer hochzufrieden. «Da war viel drin heute, beide Mannschaften waren auf Augenhöhe», sagte Bayer-Trainer Robin Dutt. Werder-Coach Thomas Schaaf fügte hinzu: «Es war ein tolles Spiel, beide haben sich nichts geschenkt. Es war alles drin, was den Fußball liebenswürdig macht.»

Die Gastgeber traten mit einer Notelf an. Gleich neun Profis fielen aus. Schaaf berief deshalb zwei 18-Jährige und Neuzugang Francois Affolter in die Startformation. Dennoch spielte Werder auf Augenhöhe mit den Gästen, bei denen Michael Ballack 90 Minuten lang auf der Ersatzbank schmorte.

«Ich war sehr zufrieden mit den Spielern auf dem Platz und habe keinen Grund zum Wechseln gesehen», rechtfertigte sich Dutt für die Maßnahme,. Leverkusens Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser hatte den 98-maligen Nationalspieler in den vergangenen Tagen scharf attackiert und die Verpflichtung Ballacks 2010 sinngemäß als Fehler bezeichnet. Ohne den zuletzt schwachen Ex-Kapitän der Nationalmannschaft zeigte Bayer zwar viel Engagement, hatte aber kaum Durchschlagskraft.

Die besten Chancen des Spiels hatte insgesamt Werder. Bereits vor der Führung vergab Pizarro aus rund 18 Metern, als er das Tor nur knapp verfehlte (22.). Bis zur Pause vergab Markus Rosenberg zwei weitere hochkarätige Chancen. Einmal rettete Michal Kadlec (38.) und einmal Daniel Schwaab (45.) in höchster Not.

In der Halbzeit brachte Bayer-Coach Robin Dutt in Eren Derdiyok eine zweite Sturmspitze. Die Rheinländer erwischten den besseren Start in die zweite Hälfte, profitierten beim Ausgleich aber von einem bösen Patzer von Wiese. Der Nationaltorhüter griff nach einer Ecke von Kadlec daneben, so dass Reinartz ins leere Tor einköpfen konnte.

Danach hatte Leverkusen zunächst ein spielerisches Übergewicht, erarbeitete sich aber zu wenig gute Chancen. Die beste Möglichkeit vergab Derdiyok in der 78. Minute, als er nur das Außennetz traf. Erst in der Schlussphase kam Werder noch einmal zurück und hatte Pech, als Pizarro in der Schlussphase nur den Pfosten traf.

Spieldaten:

Ballbesitz in %: 40,4 - 59,6

Torschüsse: 16 - 13

gew. Zweikämpfe in %: 43,7 - 56,3

Fouls: 18 - 16

Ecken: 4 - 6

Quelle: optasports.com

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