Sandro Wagner (r.) im Zweikampf mit Bremens Robert Bauer. Foto: Uwe Anspach
Sandro Wagner (r.) im Zweikampf mit Bremens Robert Bauer. Foto: Uwe Anspach

Sandro Wagner (r.) im Zweikampf mit Bremens Robert Bauer. Foto: Uwe Anspach

dpa

Sandro Wagner (r.) im Zweikampf mit Bremens Robert Bauer. Foto: Uwe Anspach

Sinsheim (dpa) - 1899 Hoffenheim überwintert als einziges ungeschlagenes Team der Fußball-Bundesliga, hat den Sprung auf einen Champions-League-Platz aber verpasst.

Die Kraichgauer kamen gegen Werder Bremen nicht über ein 1:1 (1:0) hinaus und gehen als Tabellenfünfter mit 28 Punkten in die Winterpause. TSG-Torjäger Sandro Wagner brachte die Gastgeber in der 26. Minute vor 29 076 Zuschauern in Führung, die Serge Gnabry (87.) kurz vor Schluss ausglich. Bremer bleibt mit 16 Punkten 15. der Tabelle.

Die Hausherren zeigten sich unbeeindruckt von den Wechselgerüchten um Kapitän Sebastian Rudy und Innenverteidiger Niklas Süle, die im Sommer angeblich zum Branchenprimus Bayern München wechseln sollen. Allerdings kam die TSG nur langsam auf Touren, weil Werder geschickt die Räume verengte und in den Zweikämpfen energisch dagegen hielt.

Die Gäste, die zuletzt viermal in Serie nicht verloren hatten, verzeichneten auch die erste Chance im Spiel. Allerdings war es TSG-Stürmer Mark Uth, der die Hoffenheimer mit einem Querschläger an die eigene Torlatte erstmals in Gefahr brachte. «Die Enttäuschung ist groß. Wir müssen die Konter viel besser ausspielen und das Spiel gewinnen. Wir haben in der Hinrunde einige Punkte verschenkt. Deshalb ist es schade, dass wir nur Fünfter sind», sagte Uth nach der Partie. Hoffenheims Mäzen Dietmar Hopp stellte beim Gang in die Kabine jedoch fest: «Wir sind weiterhin ungeschlagen.»

Die Führung für die Gastgeber fiel etwas überraschend, denn offensiv hatte die Mannschaft von Trainer Julian Nagelsmann bis dahin kaum etwas zu bieten. Kerem Demirbay flankte mit Effet in die Mitte, wo Wagner in die freie Zone sprintete und den Ball an Torwart Jaroslav Drobny vorbei zu seinem neunten Saisontor ins Netz spitzelte. Der 29-Jährige, der sich jüngst zum besten deutschen Stürmer erklärt hatte, ist im Kalenderjahr 2016 mit nunmehr 19 Toren zumindest der beste deutsche Torschütze in der Bundesliga.

Bremen schüttelte sich kurz und blieb weiter aktiv. Nur drei Minuten nach dem Rückstand verfehlte ein Distanzschuss von Gnabry knapp das Tor. Auch ein Versuch von Claudio Pizarro (39.), der an TSG-Keeper Oliver Baumann scheiterte, brachte nichts Zählbares ein.

Die TSG hatte vor der Pause ebenfalls noch eine gute Gelegenheit. Wieder war Demirbay der Vorbereiter, doch Süle scheiterte mit der Direktabnahme am glänzend reagierenden Drobny zwischen den Bremer Pfosten.

Auch nach dem Wechsel schenkten sich die Rivalen nichts. Im Mittelfeld wurde um jeden Zentimeter gekämpft, torgefährliche Aktionen blieben zunächst aus. Erst in der 65. Minute wurde es wieder aufregend. Zunächst scheiterte Jeremy Toljan frei an Drobny, den Abpraller köpfte Nadiem Amiri knapp über das Tor.

Hoffenheim hatte die Partie nun im Griff, nur der letzte Pass wollte nicht gelingen. Immer wieder wurden so beste Möglichkeiten verschenkt. Werder stemmte sich mit allen Mitteln gegen die drohende Niederlage und wurde für sein Engagement durch das späte Ausgleichstor von Gnabry belohnt.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer