Hannovers Didier Ya Konan (l) und Freiburgs Anton Putsila wollen den Ball erobern.
Hannovers Didier Ya Konan (l) und Freiburgs Anton Putsila wollen den Ball erobern.

Hannovers Didier Ya Konan (l) und Freiburgs Anton Putsila wollen den Ball erobern.

dpa

Hannovers Didier Ya Konan (l) und Freiburgs Anton Putsila wollen den Ball erobern.

Hannover (dpa) - Hannover 96 schwebt auf Wolke sieben. Auch im Verfolgerduell gegen den SC Freiburg unterstrich die Mannschaft von Trainer Mirko Slomka mit einem verdienten 3:0 (1:0) die ungewöhnliche Leistungsstärke in dieser Saison und setzte den Höhenflug fort.

«Das war kein brillantes Spiel, sondern ein schwer erkämpfter Sieg», sagte Slomka nach dem achten «Dreier», mit dem die Niedersachsen ihren vierten Platz in der Fußball-Bundesliga festigten.

Viele der 34 108 Zuschauer waren wie schon in der Vorwoche nach dem 3:2 gegen den HSV aus dem Häuschen. Sie feierten ihr Team als möglichen Europapokal-Kandidaten. «Die Fans können von allem träumen, aber die Mannschaft ist konzentriert und hebt nicht ab. Da müssen wir nicht eingreifen», erklärte 96-Sportdirektor Jörg Schmadtke.

Besonders konzentriert wirkten diesmal die Stürmer und Torschützen Jan Schlaudraff (15. Minute) und Didier Ya Konan (73.). Mit ihrer Schnelligkeit spielten sie die Freiburger Abwehr phasenweise schwindelig. Ein Joker-Tor von Mike Hanke (89.) machte den Erfolg perfekt. Zur Freude von 96-Trainer Slomka kassierte die kompakt spielende Mannschaft erstmals nach 16 Heimspielen kein Gegentor.

Der Freiburger Aufwärtstrend erlitt hingegen den zweiten Dämpfer in Folge. Trainer Robin Dutt hatte sein Team nach der Heim-Niederlage gegen Dortmund nicht verändert. Torjäger Papiss Demba Cissé lief trotz seiner Kniebeschwerden auf und beförderte den Ball beim Stand von 0:2 den Ball auch ins Tor, doch Schiedsrichter Peter Sippel hatte zuvor ein angebliches Foulspiel an 96-Torwart Florian Fromlowitz gesehen und verweigerte die Anerkennung.

«Herr Sippel hat mit seiner Fehlentscheidung beigetragen, dass wir nicht ins Spiel zurückgekommen sind», haderte Dutt. «Das war eine grenzwertige Situation, da haben wir etwas Glück gehabt», gab Hannovers Verteidiger Christian Schulz zu. «Zu Null spielen, das ist immer gut. Wir sind eine gut organisierte Truppe», fügte «Schulle« selbstbewusst hinzu.

Die Breisgauer spielten lange Zeit viel zu harmlos und konnten keine Löcher in die aufmerksame 96-Abwehr reißen. Dagegen stellten Ya Konan und Schlaudraff mit ihren Sturmläufen die Freiburger Abwehr um den überforderten Oliver Barth und den vom türkischen Nationaltrainer Guus Hiddink beobachten Ömer Toprak immer wieder vor große Probleme.

«Das hat mich nicht wirklich interessiert», sagte Toprak zu der Anwesenheit von Hiddink. «96 hat unsere Fehler eiskalt ausgenutzt», fügte er hinzu. «Ich bin glücklich über meine Leistung und über die der Mannschaft», erklärte Ex-Nationalspieler Jan Schlaudraff, der zum dritten Mal in Serie in der Startelf stand und sein erstes Saisontor erzielte.

Noch vor wenigen Wochen wollte ihn Clubchef Martin Kind aussortieren und gab ihm keine Zukunft bei Hannover 96. «Wir haben ihn nicht weggelobt, wir haben ihn motiviert. Jan hat eine tolle Entwicklung genommen», sagte Kind nun über Schlaudraff. Dessen Teamkollege Hanke war trotz seines Tores mit der Einwechslung für lediglich fünf Minuten unzufrieden. «Mein Berater und ich werden demnächst mit der 96-Führung über meine Zukunft reden», sagte Hanke.

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