Javier Martinez drückt den Ball zum 1:0 über die Linie. Foto: Federico Gambarini
Javier Martinez drückt den Ball zum 1:0 über die Linie. Foto: Federico Gambarini

Javier Martinez drückt den Ball zum 1:0 über die Linie. Foto: Federico Gambarini

dpa

Javier Martinez drückt den Ball zum 1:0 über die Linie. Foto: Federico Gambarini

Köln (dpa) - Carlo Ancelotti strahlte nach der gelungenen Generalprobe für die Königsklassen-Aufgabe beim FC Arsenal hohe Zufriedenheit aus. «Das war ein wichtiges Resultat für uns» - so kommentierte der italienische Starcoach des FC Bayern das souveräne 3:0 (1:0) beim 1. FC Köln.

Ja, es war ein wichtiges Resultat, weil die Münchner an der Tabellenspitze der Fußball-Bundesliga seit Samstag sieben Zähler Vorsprung auf Verfolger RB Leipzig haben. Bärenstark, souverän und höchst effektiv - Ancelottis Top-Ensemble lässt kaum noch Zweifel zu, dass der Weg zum fünften Meistertitel nacheinander und zum 27. insgesamt immer freier wird.

Die Bayern nutzten die Vorlage von Aufsteiger Leipzig, der am Freitag beim 2:2 in Augsburg Punkte ließ. Und sie beendeten dank der Treffer von Javi Martinez in der 25. Minute, Juan Bernat (48.) und Franck Ribéry (90.) vor 50 000 Zuschauern im ausverkauften Kölner Stadion die tolle Serie des FC, der zuvor seit dem 0:2 gegen Bayer Leverkusen am 10. April 2016 keine Heimbegegnung mehr verloren hatte.

Kölns Chefcoach Peter Stöger erkannte die Überlegenheit der Münchner neidlos an. «Zwei, drei Situationen sollten positiv ausgehen», sagte der Österreicher bei seiner Bewertung der hochklassigen und temporeichen Begegnung. Er hielt das fest, was seinem Team fehlte: ein Tor.

Hätte Weltmeister Manuel Neuer den Kopfball des Japaners Yuya Osako in der 18. Minute beim Stand von 0:0 nicht aus dem Torwinkel geholt - «dann wäre das ein bisschen Stress für die Bayern gewesen», sagte Stöger. Generell war der 50-Jährige mit der Zweikampf-Leidenschaft und dem Auftritt seiner Elf ohne Einschränkung einverstanden: «Das war vollkommen in Ordnung.»

«Am Ende bist du extrem mit Verteidigen beschäftigt», sagte Kölns Manager Jörg Schmadtke dem TV-Sender Sky zum permanenten Druck der Bayern, die 75 Prozent Ballbesitz hatten. FC-Verteidiger Dominique Heintz fand trotz des 0:3 noch Positives nach dem fünften Pflichtspiel seiner Kölner ohne Sieg: «Sie haben uns nicht auseinandergenommen wie andere Mannschaften.»

Die Bayern hatten die Partie grundsätzlich aber mehr als gut im Griff. Der erste Saisontreffer von Javi Martinez ebnete den Weg zum Erfolg, den Juan Bernat und der eingewechselte Ribéry perfekt machten. Heintz haderte derweil mit der Situation in der 50. Minute, als Torschütze Bernat im Bayern-Strafraum heftigen Körperkontakt mit Osako hatte: «Von meiner Position her war es ein Elfer.»

Der Pfiff von Schiedsrichter Jochen Drees blieb aber aus. Und dann konnte der Rekord-Titelträger seinen Vorsprung mit Ballstafetten so verwalten, dass die Kölner eigentlich kaum noch Chancen hatten, das Resultat zu verbessern. 746 Pässe spulten die Bayern herunter - ein Top-Wert, der die Überlegenheit des Ancelotti-Teams eindrucksvoll widerspiegelte.

«Wir müssen so weitermachen. 3:0 in Köln - das ist super», sagte Ribéry nach dem nicht nur für ihn «wichtigen Sieg». Er meinte: «Es war ein schweres Spiel, aber wir haben es von Anfang an gut gemacht.»

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