Augsburgs Marcel de Jong (l) und Lauterns Richard Sukuta-Pasu kämpfen um den Ball.
Augsburgs Marcel de Jong (l) und Lauterns Richard Sukuta-Pasu kämpfen um den Ball.

Augsburgs Marcel de Jong (l) und Lauterns Richard Sukuta-Pasu kämpfen um den Ball.

dpa

Augsburgs Marcel de Jong (l) und Lauterns Richard Sukuta-Pasu kämpfen um den Ball.

Kaiserslautern (dpa) - Lange Gesichter bei den «Roten Teufeln», traurige Mienen beim FC Augsburg: Das 1:1 (0:1) zwischen dem 1. FC Kaiserslautern und dem Bundesliga-Neuling aus Schwaben war für beide Teams weder Fisch noch Fleisch.

Ein spätes Tor des Israelis Itay Shechter (80.) rettete den lange enttäuschenden Pfälzern bei der Saison-Heimpremiere vor 40 248 Fans zumindest einen Punkt - und zerstörte den Traum der Gäste vom ersten Bundesligasieg in der 104-jährigen Vereinsgeschichte. Nach der frühen Führung durch Sascha Mölders (9. Minute) war die Überraschung lange greifbar.

«Die Jungs sind teilweise enttäuscht. Aber sie können stolz auf sich sein. Sie haben 90 Minuten am Limit gespielt und läuferisch, spielerisch sowie kämpferisch alles gegeben», lobte FCA-Trainer Jos Luhukay sein Team.

FCK-Kollege Marco Kurz war mit dem Auftritt seiner Mannschaft nur teilweise einverstanden. «Wir haben das Spiel erst in der 2. Halbzeit richtig angenommen. Man muss sich Siege verdienen. Das geht nicht, wenn man so spielt wie vor der Pause», kritisierte Kurz.

Immerhin vermieden die Hausherren dank einer Steigerung nach dem Wechsel einen kompletten Saison-Fehlstart. In der ersten Hälfte hatte die Kurz-Truppe ohne rechten Mumm und Durchschlagskraft agiert. Die Pfälzer verzettelten sich gegen die vielbeinige Augsburger Defensive zu oft in Einzelaktionen und erwachten erst spät aus ihrer Lethargie. «Wir sind auf dem Weg, uns richtig zu finden. Wir müssen vieles besser machen - und das werden wir auch tun», versprach Kurz.

«Die Mannschaft hat alles gegeben und nimmt verdient einen Punkt mit nach Hause», urteilte Luhukay. Bei FCA-Manager Andreas Rettig überwog ebenfalls die Freude, «dass wir auswärts einen Punkt geklaut haben. Wir brauchen uns nicht zu sehr zu grämen».

Augsburgs Sommer-Schnäppchen Mölders, der für schlappe 175 000 Euro Ablöse vom Zweitligisten FSV Frankfurt zum Aufsteiger gewechselt war, hatte früh für den ersten Paukenschlag gesorgt. Nach einem unnötigen Stolperer von Lauterns Brasilianer Rodnei, der im Mittelfeld das Gleichgewicht und den Ball verlor, narrte der schlaksige Torjäger Abwehrmann Mathias Abel und hämmerte den Ball von der Strafraumgrenze unhaltbar ins linke obere Toreck.

«Das hat er sensationell gemacht», lobte der frühere Lauterer Kapitän und jetzige Augsburger Axel Bellinghausen. Für den 26-jährigen Mölders war es im zweiten Saisonspiel bereits der dritte Treffer, nachdem er vergangene Woche beim 2:2 gegen den SC Freiburg schon beide Augsburger Tore erzielt hatte.

Danach versäumten es die Gäste, den Sack endgültig zuzumachen. «Schade, wir hätten vor der Pause ein zweites Tor erzielen müssen», klagte Luhukay. «Wir haben in der ersten Halbzeit den Sieg verschenkt», urteilte Rettig.

Am Ende wurde der Druck so groß, dass sich die Augsburger mit dem Remis zufrieden geben mussten - auch wenn der eingewechselte Akaki Gogia in der 86. Minute per Freistoß noch das Lattenkreuz traf. Zuvor hatten Jonas De Roeck bei einem Kopfball von Olcay Sahan (46.) und Paul Verhaegh gegen Richard Sukuta-Pasu (53.) jeweils auf der Linie gerettet. Später hielt Keeper Simon Jentzsch gegen Dorge Kouemaha (74.) und Sukuta-Paso (75.) glänzend, ehe Shechter traf.

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