1899 Hoffenheim - Werder Bremen 1:2
Der Bremer Joker Markus Rosenberg (l) sorgte für die Entscheidung in Sinsheim.

Der Bremer Joker Markus Rosenberg (l) sorgte für die Entscheidung in Sinsheim.

dpa

Der Bremer Joker Markus Rosenberg (l) sorgte für die Entscheidung in Sinsheim.

Sinsheim (dpa) - Mit Werder Bremen ist in der Fußball-Bundesliga wieder zu rechnen. «Aber wir sind noch in der Findungsphase, die längst nicht abgeschlossen ist», sagte Trainer Thomas Schaaf nach dem glücklichen, aber nicht unverdienten 2:1 (1:1) bei 1899 Hoffenheim.

«Das ist die Bestätigung für unsere Arbeit», meinte Schaaf nach den siegbringenden Treffern von Marko Arnautovic (38. Minute) und des eingewechselten «Glücksbringers» Markus Rosenberg (83.). Die Hoffenheimer Führung hatte vor 28 750 Zuschauern Roberto Firmino (37.) erzielt.

1899-Trainer Holger Stanislawski ging die erste Heimniederlage und das Ende der kurzen Serie mit zwei Siegen an die Nieren. «In der zweiten Halbzeit haben wir alles vermissen lassen, was uns vor dem Wechsel ausgezeichnet hat», sagte der 41-jährige Hamburger. Das 1:2 decke vorhandene Schwächen auf. «Deshalb ist die Niederlage eine bessere Lehre. Wir waren selbst Schuld», erklärte Stanislawski. «Der Leistungsabfall nach der Pause ist wirklich fragwürdig», ergänzte Kapitän Andreas Beck, der das Werder-Ensemble als «Topware in der Bundesliga» bezeichnete.

Die Hoffenheimer starteten überfallartig: Fast zehn Minuten dauerte es, ehe die Bremer erstmals die Mittellinie überschritten. «Da hatten wir mächtig Glück», bekannte Schaaf. Bis dahin hätte die TSG, die weiter auf sieben Stammkräfte verzichten muss, schon deutlich führen können. Noch keine Minute war gespielt, als Firmino frei das Tor knapp verfehlte. Der aufgerückte Edson Braafheid prüfte danach Nationaltorwart Tim Wiese (3.). «Wir belohnen uns nicht für unser gutes Spiel», klagte Stanislawski.

Nur langsam konnten sich die Bremer auf die offensive Gangart einstellen. Doch zu häufig verloren die Werderaner die erkämpften Bälle wieder. Claudio Pizarro gab das erste Lebenszeichen der Bremer Offensive ab, doch er verfehlte nach Vorarbeit von Arnautovic knapp das Tor (12.). 1899 blieb das bessere, agilere Team, das lange auf die verdiente Führung hinarbeitete. Sejad Salihovic spielte mustergültig Firmino frei, und der überwand Wiese mit einem Flachschuss. Doch die Freude währte nicht lange. Im Gegenzug nutzte Arnautovic ein Missverständnis zwischen Isaac Vorsah und Torhüter Tom Starke zum Ausgleich. «Das passiert schon mal. Das muss die Mannschaft gemeinsam wegstecken und lösen», sagte Stanislawski.

Auf verstärkte Offensive setzte Werder Bremen nach der Pause, doch die erste Chance besaßen die Hoffenheimer durch Chinedu Obasi (52.). Auf der Gegenseite wurde Philipp Bargfrede in letzter Sekunde abgeblockt (58.). Hoffenheim kämpfte, aber die Dominanz gegen gut stehende und kombinierende Bremer ging mehr und mehr verloren. «Wir haben den Gegner in Not gebracht», meinte Schaaf, der nur wenige Chancen der Gastgeber ansehen musste. So scheiterte Salihovic mit einem Fernschuss, der knapp das Werder-Tor verfehlte (72.). Auch der bemühte Ryan Babel machte es nicht besser (79.). Für die kalte Dusche sorgte der eingewechselte Rosenberg, der eine Hereingabe von Pizarro verwertete. Hoffenheim drängte noch auf den Ausgleich - aber vergeblich.

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