VfL Wolfsburg - 1. FC Köln
Der Wolfsburger Sebastian Polter erzielte per Kopf das Tor zum 1:0 gegen den 1. FC Köln. Foto: Peter Steffen

Der Wolfsburger Sebastian Polter erzielte per Kopf das Tor zum 1:0 gegen den 1. FC Köln. Foto: Peter Steffen

dpa

Der Wolfsburger Sebastian Polter erzielte per Kopf das Tor zum 1:0 gegen den 1. FC Köln. Foto: Peter Steffen

Wolfsburg (dpa) - Wie schon im letzten Hinrundenspiel ist Youngster Sebastian Polter auch zum Rückrundenauftakt unverhofft zum Matchwinner des VfL Wolfsburg geworden.

Der 20 Jahre alte Joker erzielte für den im Winter für 29 Millionen Euro aufgemotzten VW-Club gegen den 1. FC Köln das entscheidende Tor (78. Minute) zum 1:0 (0:0). Mit nun 23 Punkten sprang Wolfsburg auf Platz neun an den Kölnern (21 Zähler) in der Tabelle der Fußball-Bundesliga vorbei.

Bereits vor fünf Wochen hatte Polter dem Team von Trainer Felix Magath beim 1:0 gegen Stuttgart drei Punkte gerettet. «Er hat wie schon gegen Stuttgart seine Rolle sehr gut erfüllt», lobte Magath den Nachwuchsstürmer, der selbst bescheiden blieb. «In erster Linie ist wichtig, dass wir gut in die Rückrunde gestartet sind», sagte Polter, der trotz acht Zugängen wieder im Kader war.

Gleich vier der Winter-Transfers standen in der Anfangsformation: Innenverteidiger Felipe Lopes (Funchal), Linksverteidiger Ricardo Rodríguez (FC Zürich), Mittelfeldspieler Petr Jiracek (Pilsen) und Angreifer Vieirinha (Thessaloniki). Im zweiten Durchgang kam im eingewechselten Giovanni Sio (Sion) gar noch der insgesamt 35. Spieler hinzu, den Magath in der laufenden Spielzeit einsetzte. Damit stellte Wolfsburg den Rekord von Eintracht Frankfurt aus der Saison 2000/2001 ein. Der Eintracht-Coach damals war zumindest in der Hinrunde ebenfalls Magath.

«Ich bin mit der gesamten Mannschaft heute, also auch mit den Neuen, zufrieden. Insgesamt gibt es gerade bei ihnen aber noch Steigerungspotenzial», urteilte Magath. Vor allem der tschechische Nationalspieler Jiracek deutete im Mittelfeld großes Potenzial an.

Von Beginn an waren die Hausherren im Duell des Werksclubs gegen den rheinischen Traditionsverein deutlich gewillt, die schwache Hinrunde mit nur 20 Punkten schnell vergessen zu machen. Wolfsburg rannte fast die gesamte Spielzeit gegen defensiv gut geordnete Kölner an, bei denen Milivoje Novakovic gleich zwei Mal frei vor VfL-Keeper Diego Benaglio fast kläglich scheiterte (21./75.). «Wenn wir das Tor machen, gewinnen wir das Spiel», kritisierte FC-Profi Martin Lanig.

Dabei war Wolfsburg über 90 Minuten drückend überlegen. Pech hatten die Niedersachsen, als Schiedsrichter Tobias Welz gleich in zwei elfmeterwürdigen Situationen den Pfiff verweigerte. Zunächst hatte Christian Eichner Ashkan Dejagah im Strafraum (8. Minute) umgerissen, danach holte Miso Brecko Marcel Schäfer (12.) von den Beinen. Auch weitere Chancen, etwa durch Christian Träsch (4.) und Dejagah (5.) blieben früh ungenutzt.

Zur Pause reagierte Magath auf die fehlende Durchschlagskraft im Angriff und wechselte Matchwinner Polter ein, der auf Flanke von Träsch schließlich den Großteil der 27 057 Zuschauer per Kopf erlöste. «Ich wünsche ihm noch viele Tore. So kann es weitergehen», sagte Vorlagengeber und VfL-Kapitän Träsch.

Spieldaten:

Ballbesitz in %: 52,8 - 47,2

Torschüsse: 18 - 10

gew. Zweikämpfe in %: 47,5 - 52,5

Fouls: 14 - 11

Ecken: 15 - 1

Quelle: optasports.com

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