Mario Gomez (m.) schießt den VfL Wolfsburg zum Sieg über den HSV. Foto: Peter Steffen
Mario Gomez (m.) schießt den VfL Wolfsburg zum Sieg über den HSV. Foto: Peter Steffen

Mario Gomez (m.) schießt den VfL Wolfsburg zum Sieg über den HSV. Foto: Peter Steffen

dpa

Mario Gomez (m.) schießt den VfL Wolfsburg zum Sieg über den HSV. Foto: Peter Steffen

Wolfsburg (dpa) - Die eigene Disziplinlosigkeit hat den Hamburger SV wieder einmal in Bedrängnis gebracht. Beim unglücklichen 0:1 (0:0) zum Hinrunden-Finale der Fußball-Bundesliga beim VfL Wolfsburg verlor der HSV einen schon sicher geglaubten Punkt und erneut einen Spieler vorzeitig.

Da Albin Ekdal schon in der 34. Minute wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte gesehen hatte, spielten die Hamburger fast eine Stunde in Unterzahl und kassierten spät das entscheidende Tor durch Mario Gomez (83. Minute).

«Ich hätte auch nicht gedacht, dass wir Albin so früh auf so eine Weise verlieren. Darüber wird zu reden sein», schimpfte Trainer Markus Gisdol nach dem Fehlstart ins neue Jahr. Für die Hamburger war es bereits der fünfte Platzverweis aus den vergangenen elf Spielen.

Mit 13 Punkten bleibt der HSV nach der 600. Bundesliga-Niederlage Drittletzter und steht zum Rückrundenstart in einer Woche beim direkten Konkurrenten FC Ingolstadt arg unter Druck. «Es muss nächste Woche zu elft zu Ende gespielt werden. Das ist ganz klar», bekräftigte der HSV-Coach. Zu allem Überfluss verloren die Hamburger auch noch Johan Djourou kurz vor dem Spiel. Der Schweizer Innenverteidiger verspürte beim Aufwärmen Schmerzen im Knie. «Da müssen wir abwarten», sagte Gisdol.

Dadurch mussten die Gäste mit eine komplett neuen Innenverteidiger auflaufen. Der frühere Kölner Mergim Mavraj und der von RB Leipzig ausgeliehene Kyrgiakos Papadopoulos zeigten jedoch starke Leistungen und stellten den in der Winterpause für 30 Millionen Euro aufgemotzten VfL vor große Probleme. «Sie treten so auf, als hätten sie nie woanders gespielt», sagte der neue Sportchef Jens Todt, der zusammen mit dem neuen HSV-Vorstandsvorsitzenden Heribert Bruchhagen einen bitteren Tag erlebte.

Auch zu zehnt war der HSV lange ein unbequemer Gegner für den VfL. In der von Bruchhagen zum «Königsspiel» ausgerufenen Partie hielten die Hamburger auch nach dem Wechsel noch gut mit. «Der Grundauftritt war gut», befand Todt. Dennoch verloren die Hamburger das Spiel, weil beim VfL Paul-Georges Ntep ein tolles Debüt feierte.

«Er hat gezeigt, warum wir ihn geholt haben», sagte VfL-Coach Valérien Ismaël über den für rund fünf Millionen Euro von Stade Rennes geholten Flügelspieler. Mit einer seiner vielen gekonnten Aktionen bereitete der französische Nationalspieler das Siegtor durch Gomez vor. «Es freut mich einfach, dass wir uns für eine tolle Vorbereitung belohnt haben», sagte Ismaël nach dem dritten Bundesliga-Sieg in Serie, der zwar glücklich, aber nicht unverdient war. «Man hat gesehen, dass wir durch die Tabellensituation noch richtig Druck hatten. Die Leichtigkeit hat gefehlt», sagte Ismaël.

Mit nun 19 Punkten hat sich Wolfsburg nun aber deutlich Luft verschafft und sechs Zähler Vorsprung auf die Abstiegsränge. Gegen den FC Augsburg in einer Woche kann der VfL einen weiteren wichtigen Schritt zur angestrebten Aufholjagd machen.

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