FC Bayern München - VfL Wolfsburg
Mario Gomez (l) stand nach einem Freistoss goldrichtig und staubte ab. Foto: Andreas Gebert

Mario Gomez (l) stand nach einem Freistoss goldrichtig und staubte ab. Foto: Andreas Gebert

dpa

Mario Gomez (l) stand nach einem Freistoss goldrichtig und staubte ab. Foto: Andreas Gebert

München (dpa) - Die Bayern sind noch nicht wieder in Galaform, aber sie sind weiterhin die Nummer 1 in der Fußball-Bundesliga. Im Fernduell mit Titelverteidiger Borussia Dortmund behauptete der Herbstmeister mit einem mühsamen 2:0 (0:0) im Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg die Tabellenführung.

«Für mich war der Sieg hochverdient. Er gibt uns Sicherheit», sagte Trainer Jupp Heynckes. Torjäger Mario Gomez sorgte in der 60. Spielminute mit seinem 17. Saisontor für das erlösende 1:0 der Münchner. Für den Nationalstürmer war es der 118. Treffer im 200. Bundesligaspiel - eine Topquote. In der Nachspielzeit konnte Arjen Robben, der von Abwehrspieler Felipe Lopes bei einer erfolglosen Rettungsaktion auf der eigenen Torlinie angeschossen wurde, zum Endstand erhöhen (90.+2).

Wie schon zu Saisonbeginn, ließen die Bayern damit auf den Fehlstart gegen Gladbach wieder einen «Arbeitssieg» (Sportdirektor Christian Nerlinger) gegen Wolfsburg folgen. «Wir würden uns freuen, wenn wir nun wieder eine Serie wie in der Hinrunde starten könnten», kommentierte Nationalspieler Toni Kroos. In der Hinserie folgten auf die Startpleite gegen Gladbach sechs Siege - alle zu Null. «Wir haben uns bis zum 0:1 ganz gut verkauft», sagte VfL-Trainer Felix Magath.

Heynckes hatte nach der 1:3-Pleite in Gladbach eine Reaktion seiner Mannschaft gefordert. Insbesondere Franck Ribéry sprühte nach seiner Sperre vor Ehrgeiz. Der Franzose rannte sich bei seinen Dribblings zwar häufig fest, war aber an den meisten gefährlichen Aktionen beteiligt. Auch den Freistoß vor dem 1:0 holte er heraus.

Heynckes hatte mutig aufgestellt. Kroos agierte als offensiver Sechser neben Bastian Schweinsteiger. Das Bayern-Spiel war dennoch über weite Strecken statisch. Die Wolfsburger, bei denen Magath vier Umstellungen vorgenommen und drei seiner Neuzugänge aufgeboten hatte, standen geordnet. «Es war klar, dass Wolfsburg den Abwehrriegel nicht über 90 Minuten durchhalten kann», meinte dagegen Heynckes und lobte die «Geduld» seiner Mannschaft.

Ein frühes Kopfballtor von Gomez wurde wegen Abseits nicht anerkannt (7.). Gomez vergab danach eine Großchance, als er nach Zuspiel von Schweinsteiger freistehend vor dem Tor den Ball nicht traf (19.). Auch Thomas Müller verzog mit links (40.). Die Gäste igelten sich zwar nicht hinten ein, waren aber im Angriffsspiel zu harmlos. Ein Schuss von Torjäger Mario Mandzukic wurde von Nationalspieler Schweinsteiger abgeblockt (45.). «Ein bisschen mehr Mumm», hätte sich Magath bei den Offensivbemühungen gewünscht.

Nach der Pause erzwang Ribéry bei einem Dribbling einen Freistoß, der zum Münchner Führungstor führte: Nach der Hereingabe von Kroos staubte Gomez aus kurzer Distanz ab. Der Bann war gebrochen. Ribéry scheiterte in der 80. Minute aus halbrechter Position mit seinem Schuss am gut reagierenden VfL-Schlussmann Diego Benaglio.

Erst in der Nachspielzeit sorgte der eingewechselte Olic für die Entscheidung. Sein Heber über Benaglio hinweg führte zum glücklichen Robben-Tor. «Es war Ivis Tor, auch wenn es auf mein Konto geht», meinte Robben, der resümierte: «Vielleicht war es kein sehr gutes Spiel. Aber wir waren heute aggressiv - und damit fängt alles an.»

Spieldaten:

Ballbesitz in %: 66,9 - 33,1

Torschüsse: 9 - 8

gew. Zweikämpfe in %: 49,5 - 50,5

Fouls: 15 - 20

Ecken: 4 - 4

Quelle: optasports.com

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