VfB Stuttgart - 1. FSV Mainz 05
Die Mainzer Torschützen Shinji Okazaki (l) und Benedikt Staller jubeln über den Sieg. Foto: Bernd Weißbrod

Die Mainzer Torschützen Shinji Okazaki (l) und Benedikt Staller jubeln über den Sieg. Foto: Bernd Weißbrod

dpa

Die Mainzer Torschützen Shinji Okazaki (l) und Benedikt Staller jubeln über den Sieg. Foto: Bernd Weißbrod

Stuttgart (dpa) - Mit einem Pfeifkonzert verabschiedeten die enttäuschten schwäbischen Fans den VfB Stuttgart. Die Rückrunde ist erst 90 Minuten alt, doch beim Fußball-Bundesligisten vom Neckar herrscht nach dem 1:2 (1:1) gegen den FSV Mainz 05 schon jetzt Tristesse.

Mit hohen Ambitionen war der VfB gestartet, beim Blick auf das kommende Programm mit Rekordmeister FC Bayern München am 29. Januar und darauf mit Champions-League-Aspirant Bayer Leverkusen müssen sich die Stuttgarter aber auf schwere Wochen einstellen.

«Das war nicht der Auftakt, den wir uns gewünscht haben», resümierte VfB-Trainer Thomas Schneider nach der achten Niederlage. Mit gerade einmal 19 Punkten ist der VfB von den Abstiegsrängen nicht mehr weit entfernt.

Die Mainzer düpierten die Schwaben am Samstag. Die Mannschaft von Trainer Thomas Tuchel feierte dank eines späten Treffers von Joker Benedikt Saller einen verdienten Auswärtssieg und pirscht sich mit nun 27 Zählern an die Europa-League-Ränge heran. Vor 38 000 Zuschauern hatte Mohammed Abdellaoue (11. Minute) mit seinem ersten Treffer für die Schwaben in der Bundesliga Lust auf mehr gemacht. Doch vor allem spielerisch bot der VfB zu wenig. Der frühere Stuttgarter Shinji Okazaki (39.) und vier Minuten nach seiner Einwechslung Saller (87.) machten den Coup der Mainzer perfekt.

Tuchel sprach zwar von einem glücklichen Sieg, lobte gleichwohl seine Elf: «Wir waren sehr fleißig, das war ein toller Nachmittag für uns.» Für VfB-Sportvorstand Fredi Bobic stand fest: «Das Ergebnis ist sehr negativ für uns.»

Mit Abdellaoue als zweiter Spitze neben Vedad Ibisevic hatte Stuttgarts Coach Schneider auf mehr Durchschlagskraft gehofft. Und der Norweger rechtfertigte seine Aufstellung prompt. FSV-Keeper Loris Karius konnte einen Kopfball von Ibisevic aus kurzer Distanz nur abklatschen, Abdellaoue war mit einem Abstauber zur Stelle. Es war der erste Bundesliga-Treffer des 28-Jährigen für den VfB, nachdem der Stürmer eine ernüchternde Hinrunde hinter sich hatte.

Mainz-Coach Tuchel ließ seinen millionenschweren Zugang Ja-Cheol Koo vom Liga-Rivalen VfL Wolfsburg erstmal auf der Bank. Trotz des verdienten Rückstands steckten die Gäste aber nicht auf. Der frühere Stuttgarter Okazaki sorgte immer wieder für Gefahr in der Defensive seines alten Clubs.

Der Japaner nutzte auch die erste große Chance zum Ausgleich. Sein Landsmann Gotoku Sakai vom VfB schlug einen kapitalen Fehlpass aus der eigenen Hälfte, rasselte mit dem spät aus dem Tor geeilten Schlussmann Sven Ulreich zusammen und schaffte somit freie Bahn für Okazaki. Für den wendigen Angreifer war es der neunte Saisontreffer.

Die Stuttgarter um den fein aufspielenden Abdellaoue übernahmen nach dem Wechsel die Initiative. Doch selbst Ibisevic (57.) vergab nach einem missglückten Klärungsversuch des Mainzer Verteidigers Nikolce Noveski kläglich. Die 05er ihrerseits bemühten sich um schnelles Umschalten und brachten so den VfB in Verlegenheit.

Knapp eine halbe Stunde vor Ende brachte Schneider frische Kräfte: Timo Werner für Alexandru Maxim und Ibrahima Traoré für Martin Harnik sollten das Offensivspiel beleben. Die große Chance zum 2:1 hatte aber Kapitän Christian Gentner (70.) mit einem wuchtigen Kopfball. Traoré (82.) versuchte es nochmal mit Kraft, doch Saller sorgte kurz vor Schluss für totale Ernüchterung beim VfB.

Spieldaten:

Ballbesitz in %: 49,9 - 50,1

Torschüsse: 14 - 10

gew. Zweikämpfe in %: 47,2 - 52,8

Fouls: 17 - 13

Ecken: 5 - 3

Quelle: optasports.com

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