1. FC Kaiserslautern - SV Werder Bremen
Claudio Pizarro (l) versucht Konstantinos Fortounis den Ball abzunehmen. Foto: Fredrik von Erichsen

Claudio Pizarro (l) versucht Konstantinos Fortounis den Ball abzunehmen. Foto: Fredrik von Erichsen

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Claudio Pizarro (l) versucht Konstantinos Fortounis den Ball abzunehmen. Foto: Fredrik von Erichsen

Kaiserslautern (dpa) - Der 1. FC Kaiserslautern ist einmal mehr an seiner Abschlussschwäche gescheitert und schwebt nach dem achten sieglosen Spiel in Serie weiter in Abstiegsgefahr.

Zum Auftakt der Rückrunde in der Fußball-Bundesliga kamen die «Roten Teufel» vor 40 381 Zuschauern gegen Werder Bremen nicht über eine Nullnummer hinaus und bleiben mit 17 Punkten als 16. im Tabellenkeller. Werder verteidigte mit nunmehr 30 Zählern den fünften Platz.

Dennoch wertete FCK-Trainer Marco Kurz das Remis als kleinen Erfolg. «Es war ein hochwertiges 0:0 von beiden Seiten. Es ist eindeutig, dass wir das aktivere Team waren. Ich habe von meiner Mannschaft ein tolles Spiel gesehen», lautete sein Resümee nach hartumkämpften 90 Minuten. Sportdirektor Stefan Kuntz ergänzte: «Das Quäntchen Glück hat heute gefehlt.» Werder-Coach Thomas Schaaf sprach davon, dass sich seine Mannschaft selbst das Leben schwer gemacht habe, «weil wir immer wieder den Ball verloren haben». «Ein Punkt vor dieser Kulisse, damit können wir zufrieden sein», meinte Torhüter Tim Wiese.

Die Gäste, bei denen der 18-jährige Tom Trybull sein Startelf-Debüt in der Bundesliga feierte, schlugen spielerisch die feinere Klinge und verzeichneten Mitte der ersten Halbzeit ihre größte Chance zur Führung. Markus Rosenberg traf in der 23. Minute mit einem Kopfball jedoch nur den Pfosten.

Beim Versuch, den Abpraller zu verwerten, wurde Werder-Manndecker Sebastian Prödl von FCK-Stürmer Dorge Kouemaha mit voller Wucht am Kopf getroffen und musste mit einer klaffenden Wunde vom Platz getragen werden. Die Pfeife von Schiedsrichter Robert Hartmann blieb in dieser Situation stumm. Es sei ihm unverständlich, «wie man so etwas nicht sehen kann», ärgerte sich Schaaf nach der Partie. Auch bei einem Handspiel von Bremens Abwehrspieler Lukas Schmitz im eigenen Strafraum pfiff der Unparteiische nicht.

Die Pfälzer waren zwar bemüht, brachten im Spiel nach vorn zunächst aber kaum etwas zustande. Ein Kopfball von Kouemaha nach 60 Sekunden, der über das Tor strich, blieb lange die einzige gefährliche Aktion. Erst kurz vor der Pause brannte es dann wieder lichterloh vor dem Bremer Tor. Zunächst scheiterte erneut Kouemaha (42.) an Torhüter Tim Wiese, der kurz darauf einen Freistoß von Christian Tiffert an den Pfosten lenkte.

Bis dahin hatte Werder die Partie weitgehend im Griff, konnte in der Offensive aber ebenfalls kaum Akzente setzen. Erst in der Nachspielzeit bot sich Aleksandar Ignjovski eine gute Möglichkeit, doch der Mittelfeldspieler scheiterte frei stehend an Lauterns Keeper Kevin Trapp.

Nach dem Wechsel ging es gleich vom Anpfiff weg munter zur Sache. Vor allem die Hausherren, die ihren letzten Sieg am 22. Oktober 2011 beim 1:0 gegen den SC Freiburg gefeiert hatten, legten nun einen Gang zu. Erst traf Jakub Swierczok (53.) das Außennetz, dann Pierre De Wit (58.) mit einem gefühlvollen Heber die Latte.

Mit ihrer Kampfkraft kauften die Pfälzer den Gästen nun immer mehr den Schneid ab. Werder kam in der Defensive kaum noch zum Luft holen und nur noch sporadisch zu geordneten Angriffsaktionen. Bei einem der wenigen Konter hatte Rosenberg (69.) die Führung auf dem Fuß, scheiterte aber an Trapp. In der Schlussphase verließen den FCK die Kräfte, doch auch Werder konnte nicht mehr zum K.o.-Schlag ausholen.

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