Bayern-Torschütze Gomez (r) freut sich mit Robben (m) und Bastian Schweinsteiger über eines seiner Tore.
Bayern-Torschütze Gomez (r) freut sich mit Robben (m) und Bastian Schweinsteiger über eines seiner Tore.

Bayern-Torschütze Gomez (r) freut sich mit Robben (m) und Bastian Schweinsteiger über eines seiner Tore.

dpa

Bayern-Torschütze Gomez (r) freut sich mit Robben (m) und Bastian Schweinsteiger über eines seiner Tore.

München (dpa) - Arjen Robben wirbelte fast wie in besten Zeiten, Mario Gomez traf, die Konkurrenz patzte - für den FC Bayern lief es nicht nur beim höchsten Saisonsieg, dem 5:1 (1:0) gegen den 1. FC Kaiserslautern, bestens.

«Es war ein guter Spieltag für uns, weil alle Mannschaften vor uns zumindest nicht gewonnen haben. Es war ein wichtiger Schritt, unser Mindestziel zu erreichen», erklärte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge nach dem Erfolg des deutschen Fußball-Meisters. «Wir sind Dritter. Wir sind auf dem richtigen Weg, denke ich», bemerkte auch Trainer Louis van Gaal. Bis auf einen Punkt schlossen die Münchner zu Platz zwei auf, der den direkten Einzug in die Champions League garantiert. Von mehr mochte beim Titelverteidiger trotz des Unentschiedens von Spitzenreiter Borussia Dortmund niemand reden. «Was Platz eins angeht, sollten wir nicht jede Woche eine Wasserstandsmeldung abgeben», empfahl Rummenigge.

Lieber sprachen alle über Rückkehrer Robben, der vor 69 000 Zuschauern in der Allianz Arena als Antreiber und Schütze des 1:0 (45.+1) geglänzt hatte. «Es ist beeindruckend, dass er nach sechs Monaten Pause so eine Leistung abliefert», schwärmte Sportdirektor Christian Nerlinger. «Es macht einfach wieder Spaß, Fußball zu spielen», erklärte Robben am Vorabend seines 27. Geburtstags strahlend.

Nationalstürmer Gomez erzielte seine Saisontreffer 13, 14 und 15 (46./80./84.), in der Nachspielzeit traf auch noch Thomas Müller. Für Kaiserslautern war Jan Moravek erfolgreich (62.). «Es ist ärgerlich, dass man sich nach einem 1:2 noch so abschießen lässt», sagte FCK-Profi Alexander Bugera. «Spätestens mit dem 1:3 haben wir jegliche Positionsdisziplin vermissen lassen», schimpfte Trainer Marco Kurz.

Die Hereinnahme von Robben in die Startelf erwies sich für die Bayern als Glücksgriff. Der Turbo-Dribbler sorgte in Abwesenheit des verletzten Franck Ribéry für viel Druck und wurde bei seiner Auswechslung in der 74. Minute von den Fans gefeiert. Einen ersten Warnschuss gab der Niederländer in der 10. Minute ab. Bisweilen agierte er zu eigensinnig, so, als er bei einem Konter Müller übersah (21.). «In der ersten Halbzeit habe ich zu viel gewollt», gestand Robben.

Sein erstes Bundesligator seit dem 8. Mai 2010 (3:1 bei Hertha BSC) war für ihn «ein Supergefühl». Nach einem langen Diagonalpass von Müller umkurvte er Torwart Tobias Sippel und schob den Ball ins Tor. Neben Robben hatte Trainer van Gaal auch Neuzugang Luiz Gustavo neu ins Team gestellt. Der Brasilianer konnte weder im defensiven Mittelfeld noch als linker Verteidiger auftrumpfen.

Die Lauterer erarbeiteten sich auch ohne den gesperrten Torjäger Srdjan Lakic (11 Saisontore) in ihrer guten ersten Hälfte einige Chancen durch Christian Tiffert (11.) und Ivo Ilicevic (45.), der aber an Bayern-Schlussmann Thomas Kraft scheiterte.

Robben hatte seine stärkste Phase nach der Pause. Beim 2:0 bediente er Bastian Schweinsteiger, der Torschütze Gomez den Ball auflegen konnte. Kurz darauf zwang Robben FCK-Kepper Sippel mit einem geschlenzten Distanzschuss zu einer Glanzparade (53.). Auch nach dem Anschlusstor der Lauterer gerieten die Bayern nicht in Gefahr. Beim starken Schlussspurt schlugen sie noch zweimal durch Gomez sowie Müller zu. «Das war ein optimaler Spieltag für uns. Auf diesem Sieg müssen wir aufbauen», kommentierte Sportdirektor Nerlinger.

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