Schipplock (l) und Pogrebnjak vom VfB bringen sich gegen Stuttgarts Subotic (r) in Ballbesitz.
Schipplock (l) und Pogrebnjak vom VfB bringen sich gegen Stuttgarts Subotic (r) in Ballbesitz.

Schipplock (l) und Pogrebnjak vom VfB bringen sich gegen Stuttgarts Subotic (r) in Ballbesitz.

dpa

Schipplock (l) und Pogrebnjak vom VfB bringen sich gegen Stuttgarts Subotic (r) in Ballbesitz.

Dortmund (dpa) - Der Gala folgte die Ernüchterung - Tabellenführer Borussia Dortmund hat nur eine Woche nach dem famosen Rückrundenstart beim 1:1 (1:0) gegen den VfB Stuttgart einen unerwarteten Dämpfer erlitten.

Mit seinem späten Ausgleich brachte Pawel Pogrebnjak (84.) die zuletzt hochgelobte Mannschaft von Trainer Jürgen Klopp um einen bereits sicher geglaubten Sieg und bescherte Stuttgart einen verdienten Punktgewinn. Anders als beim 3:1 am vorigen Spieltag in Leverkusen bot die Borussia vor 80 720 Zuschauern im ausverkauften Signal Iduna Park eine durchwachsene Vorstellung. Zwar erspielte sie sich eine Vielzahl von Chancen, kam aber nur zu einem Treffer durch Mario Götze (43.).

Fußball-Lehrer Klopp machte aus seiner Enttäuschung keinen Hehl: «Heute haben wir einen kleinen Hieb erhalten und sind für unser offensives Spiel nicht belohnt worden.» Manndecker Mats Hummels haderte vor allem mit dem späten Ausgleich: «Das war komplett unnötig. Kurz vor Schluss lassen wir uns auskontern - ein taktischer Fehler.» Die Schwaben müssen zwar weiter als einziger Bundesligist auf einen Auswärtserfolg warten, werteten das 1:1 aber wie einen Sieg. «Diesen Punkt haben wir uns verdient, weil wir viel investiert haben. Das tut der Moral der Mannschaft gut», kommentierte Trainer Bruno Labbadia.

Bis auf eine Ausnahme setzte Klopp zu Beginn auf die Mannschaft, die zuletzt bei Verfolger Leverkusen brilliert hatte: Im defensiven Mittelfeld vertrat Antonio da Silva den angeschlagenen Sven Bender. Ein großer Leistungsunterschied zwischen dem Spitzenreiter und dem bisher auswärtsschwachen Zweitletzten war zunächst nicht auszumachen. Inspiriert durch das 1:0 am vorigen Spieltag gegen Mainz traten die Gäste auch ohne den verletzten Nationalstürmer Cacau sehr selbstbewusst auf. Bei Kopfbällen von Christian Gentner (15.) und Sven Schipplock (19.) waren sie gar der Führung nahe.

Die Borussia fand trotz einer frühen Chance durch Robert Lewandowski (4.) nur langsam ins Spiel. Erst im Anschluss an einen Schuss von Taktgeber Nuri Sahin neben das Tor (22.) kam die Angriffsmaschinerie allmählich ins Laufen. So vergab Außenstürmer Jakub Blaszczykowski (29.) das mögliche 1:0, als er sich den Ball in aussichtsreicher Position zu weit vorlegte. Kurz vor der Pause wurde die Borussia für ihr nun größeres Engagement doch noch belohnt: Nach einer mustergültigen Kombination zwischen Sahin und Kevin Großkreutz erzielte Jungnationalspieler Götze aus kurzer Distanz seinen vierten Saisontreffer.

Auch nach der Pause blieben die Stuttgarter ein unbequemer Gegner und stellten die BVB-Abwehr das ein oder andere Mal vor Probleme. Gleichwohl verpasste Lewandowski die große Chance zur frühen Vorentscheidung: Nach Zuspiel von Götze schoss der Pole freistehend aus acht Metern am VfB-Tor vorbei. Bei weiteren Möglichkeiten von Großkreutz (57.) und dem eingewechselten Lucas Barrios (68./75.) war der BVB dem 2:0 abermals sehr nahe. Doch anders als zuletzt gab es für den BVB kein Happy End. Pogebnjak riss den Spitzenreiter mit einem platzierten Schuss aus 16 Metern in den Winkel aus allen Träumen und belohnte sein Team für einen couragierten Auftritt.

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