FC St. Pauli - SC Freiburg
St. Paulis Carlos Zambrano (l) versucht Toptorjäger Papiss Cissé unter Kontrolle zu halten.

St. Paulis Carlos Zambrano (l) versucht Toptorjäger Papiss Cissé unter Kontrolle zu halten.

dpa

St. Paulis Carlos Zambrano (l) versucht Toptorjäger Papiss Cissé unter Kontrolle zu halten.

Hamburg (dpa) - Als der FC St. Pauli zum Rückrunden-Auftakt den angepeilten Befreiungsschlag in der Fußball-Bundesliga mit dem 2:2 (1:0) gegen den SC Freiburg verpasste, gab es sogar Pfiffe von einigen enttäuschten Fans.

Denn trotz einer über weite Strecken überlegen geführten Partie und zweimaliger Führung stecken die Norddeutschen weiter in der Gefahrenzone. Vor 24 051 Besuchern im erneut ausverkauften Millerntor-Stadion brachten Marius Ebbers (13. Minute) und Gerald Asamoah (68.) die Hanseaten zweimal in Front. Doch Torjäger Papiss Cissé (61./75.) egalisierte mit seinen Saisontreffern 14 und 15 für die Breisgauer, die jedoch weiter auf ihren ersten Bundesliga-Sieg am Millerntor warten müssen.

«Es ist superärgerlich, wenn man zweimal vorn liegt und dann zwei blöde Tore fängt. Vor allem beim 2:2 haben wir uns amateurhaft angestellt», monierte St. Paulis Trainer Holger Stanislawski nach der Partie das mangelhafte Abwehrverhalten seines Teams. Sein Kollege Robin Dutt lobte die Moral seiner Mannschaft: «Kompliment. Sie hat nach dem verschossenen Elfmeter und zweimaligem Rückstand gezeigt, dass sie die Punkte hier nicht kampflos abliefern wollte.»

Stanislawski schickte im Vergleich zur 2:4-Heimniederlage gegen Mainz 05 kurz vor Weihnachten in Torhüter Thomas Kessler (Rotsperre abgesessen) sowie Carlos Zambrano, Charles Takyi und Deniz Naki gleich vier neue Akteure aufs Feld. Und der Wechsel zu dem zur Nummer 1 aufgestiegenen Ex-Kölner Kessler machte sich schon früh bezahlt, denn der Keeper parierte einen von Cissé schwach geschossenen Handelfmeter (10. Minute). Dies war ausgleichende Gerechtigkeit, denn Schiedsrichter Markus Wingenbach wertete Zambranos Rettung per Kopf fälschlicherweise als Handspiel. «Das war ganz in Ordnung, dass wir nicht getroffen haben», meinte SCF-Coach Dutt hinterher fair.

Drei Minuten später machte es Ebbers auf der Gegenseite besser und erzielte nach schöner Flanke von Max Kruse mit einem platzierten Kopfball gekonnt die Führung. Es war der dritte Saisontreffer für den Ersatzkapitän der Hanseaten, die in der Folge mit Macht, aber oft zu ungestüm auf das 2:0 aus waren. Vom SCF war nach dem vergebenen Strafstoß in der Offensive nicht viel zu sehen. Nur Julian Schuster (37.) sorgte einmal für Gefahr vor dem Gehäuse der Norddeutschen.

Auf dem vom Regen der Vortage aufgeweichten Boden taten sich beide Mannschaften auch nach dem Wechsel schwer, um mit klaren Spielzügen zum Erfolg zu kommen. Die St. Paulianer sahen sich nun verstärkten Angriffsbemühungen der Gäste ausgesetzt, hielten aber wie immer mit großem Kampfgeist dagegen. Einmal jedoch stand der bis dahin kaum in Erscheinung getretene Cissé frei und markierte mit einem fulminanten Schuss den zu diesem Zeitpunkt glücklichen Ausgleich.

Mit Asamoah und Fin Bartels (65.) brachte Stanislawski nun noch einmal zwei frische Kräfte für die Offensive. Und das erwies sich schnell als Volltreffer: Mit seiner ersten Ballberührung traf Asamoah zum 2:1. Allerdings bekam die Hamburger Hintermannschaft den immer stärker werdenden Cissé nicht in den Griff - so war es kein Wunder, dass der Senegalese, der kurz zuvor noch einen Ball auf der eigenen Torlinie geklärt hatte, auch beim erneuten Ausgleich zur Stelle war.

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