Borussia Dortmund - 1899 Hoffenheim
Der Japaner Shinji Kagawa schiebt ein zum 1:0 gegen 1899 Hoffenheim. Foto: Kevin Kurek

Der Japaner Shinji Kagawa schiebt ein zum 1:0 gegen 1899 Hoffenheim. Foto: Kevin Kurek

dpa

Der Japaner Shinji Kagawa schiebt ein zum 1:0 gegen 1899 Hoffenheim. Foto: Kevin Kurek

Dortmund (dpa) - Wieder gab es einen Sturmlauf und erneut jede Menge Lob. Borussia Dortmund knüpft mehr und mehr an das Topniveau aus der zurückliegenden Meistersaison an. Selbst der Angstgegner aus Hoffenheim ging im Angriffswirbel des Titelverteidigers unter.

Anders als in den drei erfolglosen Anläufen zuvor gelang dem BVB beim 3:1 (2:0) der erste Bundesliga-Heimsieg über das Team aus dem Kraichgau. Nur eine Woche nach dem 5:1-Kantersieg beim Hamburger SV hatte Trainer Jürgen Klopp einmal mehr allen Grund zur Freude: «Es war phasenweise ein herausragendes Heimspiel», lobte der Fußball-Lehrer sein Team, das zum 13 Mal in Serie ohne Niederlage blieb.

Vor 80 500 Zuschauern im Signal Iduna Park rundete die Torschützen Shinji Kagawa (16./55. Minute) und Kevin Großkreutz (31.) den famosen Auftritt ab. Damit liegt der BVB weiter hinter dem punktgleichen Tabellenführer aus München in Lauerstellung. Auch der Anschlusstreffer von Hoffenheim durch Fabian Johnson (63.) brachte den verdienten Erfolg nicht in Gefahr. Die akzeptable Schlussphase seiner Mannschaft stimmte Gäste-Coach Holger Stanislawski ein wenig versöhnlich: «Wir können das Stadion erhobenen Hauptes verlassen, weil sich die Mannschaft nicht aufgegeben hat.»

Die Borussia begann ähnlich stürmisch wie in Hamburg. So boten sich Robert Lewandowski bereits in den ersten zehn Minuten zwei große Chancen zur Führung. Doch sowohl beim Kopfball (5.) des Polen als auch bei dessen Schuss von der Strafraumgrenze (8.) reagierte Gäste-Keeper Tom Starke prächtig.

Dem immensen Druck des Gegners hielt die Hoffenheimer Abwehr - anders als beim 1:0 im Hinspiel - allerdings nicht lange stand. Einen kapitalen Fehler von Mittelfeldspieler Sebastian Rudy nutzte Kagawa zur Führung. Nach einem sehenswerten Solo erzielte der Japaner aus kurzer Distanz seinen fünften Saisontreffer.

Ohne den zum VfB Stuttgart transferierten Torjäger Vedad Ibisevic blieb das Angriffsspiel der Gäste lange Zeit harmlos. Lediglich bei einem Freistoß von Sejad Salihovic (29.) und einer Möglichkeit von Ryan Babel (34.) war der von einer Rückenverletzung genesene BVB-Torhüter Roman Weidenfeller gefordert. Ansonsten kontrollierte der Titelverteidiger das Geschehen. Nach Flanke von Jakub Blaszczykowski drückte Großkreutz den Ball aus vier Metern über die Linie und sorgte für die beruhigende Pausenführung.

Nach Wiederanpfiff setzten die Dortmunder ihren Sturmlauf fort. Ein traumhaftes Zusammenspiel der beiden besten Spieler auf den Platz ebnete den Weg zum 3:0. Mit einem feinen Hackentrick bediente Großkreutz seinen Mitspieler Kagawa, der aus kurzer Distanz vollendete. Im Gefühl des sicheren Sieges drosselte der BVB das zuvor hohe Tempo. Das verschaffte den Gästen mehr Freiräume, die sie zum Anschlusstreffer von Johnson nutzten. Das wertete Gäste-Schlussmann Tom Starke als ermutigendes Signal: «Wir haben uns nach dem 0:3 nicht abschlachten lassen. Hätte bei uns heute kein Team auf dem Platz gestanden, hätten wir sieben oder acht Tore kassiert.»

Spieldaten:

Ballbesitz in %: 51,5 - 48,5

Torschüsse: 18 - 8

gew. Zweikämpfe in %: 57,4 - 42,6

Fouls: 13 - 23

Ecken: 6 - 2

Quelle: optasports.com

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