1. FC Kaiserslautern - Bayern München
Torjäger Mario Gomez trifft vom Punkt zur 1:0-Führung gegen Kaiserslautern.

Torjäger Mario Gomez trifft vom Punkt zur 1:0-Führung gegen Kaiserslautern.

dpa

Torjäger Mario Gomez trifft vom Punkt zur 1:0-Führung gegen Kaiserslautern.

Kaiserslautern (dpa) - Dank Mario Gomez hat der FC Bayern München den Betzenberg im Sturm erobert und zumindest für kurze Zeit die Tabellenführung in der Fußball-Bundesliga übernommen.

Mit seinem Dreierpack (37. Minute/Handelfmeter, 55., 69.) avancierte der Torjäger am Samstag beim souveränen 3:0 (1:0) gegen den 1. FC Kaiserslautern zum Matchwinner für die Bayern, die nun neun Zähler auf ihrem Konto haben.

«Das war heute das beste Saisonspiel, weil die Mannschaft gespielt hat, als wenn das alles selbstverständlich wäre. Das war eine sehr homogene Leistung. Wir werden von Woche zu Woche besser», lobte Bayern-Trainer Jupp Heynckes sein spielfreudiges Starensemble.

Vor 49 780 Zuschauern im ausverkauften Fritz-Walter-Stadion wurden die «Roten Teufel», im Vorjahr noch stolzer 2:0-Gewinner, in der einseitigen Partie zum Spielball der Münchner und warten weiter auf den ersten Saisonsieg. Zu allem Überfluss sah Ivo Ilicevic in der Schlussminute wegen eines groben Fouls an Anatoli Timoschtschuk die Rote Karte. «Wir waren heute chancenlos. Das lag vor allem am Gegner, denn die Bayern haben ein gutes Format gezeigt», sagte FCK-Coach Marco Kurz.

Beflügelt vom 5:0-Schützenfest gegen den HSV legte der deutsche Rekordmeister vom Anpfiff weg ein Höllentempo vor und stürzte die Gastgeber von einer Verlegenheit in die andere. Bereits nach zehn Minuten hätte die Partie entschieden sein können, doch FCK-Torwart Kevin Trapp wuchs in der Anfangsphase über sich hinaus und hielt sein Team mit mehreren Glanzparaden im Spiel.

Schon in der 2. Minute rettete der 21-Jährige zweimal bravourös gegen Gomez. Nur 120 Sekunden später entschärfte Trapp mit einer Fußabwehr einen Kopfball von Daniel van Buyten. Auch Bastian Schweinsteiger (9.) fand mit einem Fernschuss seinen Meister in Trapp.

Der hatte dann Glück, als Bayern-Kapitän Philipp Lahm frei vor ihm auftauchte, den Ball aus acht Metern jedoch am langen Pfosten vorbeischlenzte. «Der geborene Torjäger bin ich nicht, das hat man heute wieder gesehen», räumte der vom Wirbel um sein Buch unbeeindruckte Lahm selbstkritisch ein.

Der FCK mühte sich redlich, doch mehr als ihren Kampfgeist hatten die Pfälzer nicht in die Waagschale zu werfen. Nationaltorhüter Manuel Neuer wurde nicht einmal ernsthaft geprüft und verlebte einen ruhigen Nachmittag.

Die Bayern-Führung vor der Pause war dann längst überfällig, fiel jedoch glücklich. Rodnei spielte den Ball im eigenen Strafraum mit der Hand, den fälligen Elfmeter verwandelte Gomez eiskalt. Zehn Minuten nach dem Wechsel standen sich die Dauer-Duellanten erneut vom Punkt gegenüber, nachdem Thomas Müller im Strafraum von Rodnei zu Fall gebracht worden war. Zwar konnte Trapp den Elfmeter von Gomez parieren, gegen den Nachschuss des Nationalstürmers war er jedoch machtlos.

Obwohl die Partie damit entschieden war, spielten die Gäste weiter konsequent nach vorn und wurden für ihr Engagement mit Gomez' drittem Tor belohnt. «Wir haben ein sehr gutes Spiel gemacht. Das Glück ist zurück», sagte Gomez.

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