FC St. Pauli - 1. FSV Mainz 05
St. Paulis Matthias Lehmann (l) behauptet sich gegen den Mainzer Marco Caligiuri.

St. Paulis Matthias Lehmann (l) behauptet sich gegen den Mainzer Marco Caligiuri.

dpa

St. Paulis Matthias Lehmann (l) behauptet sich gegen den Mainzer Marco Caligiuri.

Hamburg (dpa) - Die Himmelsstürmer des FSV Mainz 05 überwintern durch den 4:2 (3:1)-Sieg beim FC St. Pauli auf einem Champions-League-Platz und bejubelten diesen Erfolg noch im «Kühlschrank» am Millerntor ausgiebig.

Dank der Tore durch André Schürrle (11./28. Minute), Adam Szalai (41.) und Marco Caligiuri (83.) feierte die Überraschungsmannschaft einen verdienten Sieg und rückte zumindest für einen Tag auf den zweiten Rang der Fußball-Bundesliga vor. Vor 24 235 Besuchern im ausverkauften Stadion konnte Matthias Lehmann (33./Handelfmeter, 63.) für die Gastgeber lediglich verkürzen. Immerhin: Trotz der zehnten Niederlage steht der so forsch in die Saison gestartete Aufsteiger in der Winterpause auf dem angestrebten Nicht-Abstiegsrang 15.

«Ich bin stolz auf meine Mannschaft», sagte 05-Trainer Thomas Tuchel nach dem elften Saisonerfolg. «Sie hat es bei den schwierigen Bedingungen hervorragend gemacht.» Gar nicht zufrieden war sein Kollege Holger Stanislawski, der zu Recht «die vielen Fehler» in St. Paulis Reihen beklagte: «Das war ein ganz schlechtes Spiel von unserer Seite. Wir hatten heute ganz einfach viel zu viele Ausfälle.»

Bei der Erstliga-Premiere dieses Duells herrschte eisige Kälte von minus neun Grad, der harte Platz war schwer bespielbar. Deshalb war die nicht wirklich ernst gemeinte Aussage von Stanislawski («Wir wollen zusehen, dass wir fünf Tore schießen und höchstens vier kriegen») für die Akteure schwer umzusetzen. Das von Tuchel auf gleich sechs Positionen umgestellte Gäste-Team fand sich mit den schwierigen Bedingungen deutlich besser zurecht und ging gleich nach der ersten Einschusschance in Führung.

Nach einem Ballverlust des neu in die Elf der Hausherren gerückten Rouwen Hennings ließ Szalai St. Paulis Kapitän Fabio Morena ins Leere laufen und bediente den freistehenden Schürrle perfekt. Der für den gesperrten Thomas Kessler ins Tor zurückgekehrte Mathias Hain war ohne Chance. 17 Minuten später war erneut Schürrle zur Stelle und markierte per Abstauber seinen neunten Saisontreffer für die von Nationalspieler Lewis Holtby bestens in Szene gesetzten Mainzer.

Nach Lehmanns Elfmetertor, dem ein Handspiel von Elkin Soto vorausging, keimte wieder Hoffnung bei den St. Paulianern auf. Doch die Gäste nutzten durch Szalais gekonnte Direktabnahme über Hain hinweg auch diese Einschussmöglichkeit eiskalt aus. «Das kann von uns in der zweiten Halbzeit nur besser werden», sagte St. Pauli-Sportchef Helmut Schulte am «Sky»-Mikrofon enttäuscht in der Halbzeitpause.

Nach dem Wechsel gab Stanislawski mit der Hereinnahme von drei frischen Akteuren auf einen Schlag (56.) das Signal zur Aufholjagd. Und wurde belohnt: Lehmann traf mit einem abgefälschten Fernschuss über den ehemaligen St. Pauli-Keeper Heinz Müller hinweg zum 2:3. Nun gewannen die kampfstarken Hausherren die Oberhand, während die Gäste mit ihren Kräften allmählich am Ende schienen. Caligiuri machte mit seinem Treffer allerdings die Hoffnungen der wackeren St. Paulianer zunichte und besiegelte den verdienten Mainzer Erfolg.

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