Eintracht Frankfurt - Borussia Dortmund
Nuri Sahin (v) vom BVB tritt einen Freistoß, doch die Eintracht steht sicher.

Nuri Sahin (v) vom BVB tritt einen Freistoß, doch die Eintracht steht sicher.

dpa

Nuri Sahin (v) vom BVB tritt einen Freistoß, doch die Eintracht steht sicher.

Frankfurt/Main (dpa) - Für den Hinrunden-Rekord reichte es nicht, traurige Gesichter gab es bei Borussia Dortmund aber auch keine. Die 0:1 (0:0)-Niederlage bei Eintracht Frankfurt nahm dem Herbstmeister der Fußball-Bundesliga nicht den Stolz und die Freude über eine überragende erste Saisonhälfte.

«Natürlich ist diese Niederlage bitter, dennoch haben wir eine tolle Hinrunde gespielt», sagte Dortmunds Torwart Roman Weidenfeller nach der ersten Pleite nach zuvor 15 ungeschlagenen Spielen. Der BVB geht nun mit 43 Punkten in die Winterpause. Der FC Bayern München hatte in der Saison 2005/2006 44 Zähler eingefahren.

Frankfurts Top-Torjäger Theofanis Gekas beendete die Rekordjagd der Dortmunder drei Minuten vor dem Ende, für den Griechen war es bereits der 14. Saisontreffer. «Wie er den bei diesen schwierigen Platzverhältnissen in den Giebel gehauen hat, Hut ab», lobte Dortmunds Trainer Jürgen Klopp den Matchwinner der Hessen. «Dennoch werde ich mir morgen das Recht rausnehmen, alles ein bisschen sacken zu lassen und dann von einer sehr ordentlichen ersten Saisonhälfte zu sprechen», sagte der BVB-Coach.

Eine Minute vor dem Siegtreffer von Gekas hatte Lucas Barrios die große Chance, den Höhenflug der Borussia fortzusetzen. Der Angreifer schoss aus aussichtsreicher Position aber über das Tor, auf der Gegenseite machte es Gekas dann besser. «Am Ende hat sich das Spiel auf diese eine Minute zugespitzt. Natürlich sind wir sehr zufrieden mit dem Sieg und den 26 Punkten, mit denen wir in die Winterpause gehen», bilanzierte Frankfurts Trainer Michael Skibbe, der einst selbst auf der Dortmunder Trainerbank gesessen hatte.

Zum Abschluss ihrer fulminanten Hinserie war den Dortmundern die Müdigkeit vor 51 500 Zuschauern in der ausverkauften Commerzbank- Arena deutlich anzumerken, auch wenn Klopp fehlende Frische bestritt. Drei Tage nach dem unglücklichen Europa-League-Aus konnten die Gäste ihr gefürchtetes Offensivspiel daher zunächst nicht wie gewohnt aufziehen. Klopp hatte im Vergleich zum Sevilla-Spiel nur eine Änderung vorgenommen. Für Jakub Blaszczykowski spielte wieder Nationalspieler Kevin Großkreutz im linken Mittelfeld.

Die Eintracht nutzte die Lethargie des Tabellenführers allerdings nicht energisch genug. Erst nach einer halben Stunde hatten die Gastgeber die erste Großchance, Gekas scheiterte nach schönem Zuspiel von Patrick Ochs aber an Weidenfeller. Die Gäste wurden erst gegen Ende des ersten Durchgangs erstmals gefährlich, Barrios vergab aber aus 14 Metern.

Nach dem Seitenwechsel wurde die Partie deutlich besser. Beide Teams riskierten nun mehr. Für die Frankfurter hatte Benjamin Köhler die Führung auf dem Fuß (49.), der BVB wurde durch Shinji Kagawa (63.) und Nuri Sahin (64.) zweimal gefährlich. Mit drei frischen Offensivkräften versuchte Klopp seinem Team in der Schlussphase noch einmal neue Energie einzuimpfen. Die Akkus waren aber leer.

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