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Bayern-Coach Jupp Heynckes bedankt sich bei Mario Gomez. Foto: Hannibal

Bayern-Coach Jupp Heynckes bedankt sich bei Mario Gomez. Foto: Hannibal

dpa

Bayern-Coach Jupp Heynckes bedankt sich bei Mario Gomez. Foto: Hannibal

München (dpa) - Seine Tore im Pokalfinale bescherten dem FC Bayern letztlich das Triple - und vielleicht waren die beiden Treffer auch das Abschiedsgeschenk von Mario Gomez. Einen Tag nach der rauschenden Titelparty in München wird wieder einmal über die Zukunft des Nationalstürmers spekuliert.

Sportvorstand Matthias Sammer ging mit Blick auf den bis 2016 laufenden Vertrag von Gomez davon aus, «dass er bleibt», für den Berater des Angreifers gibt es dagegen «keine Tendenz».

«Wir werden in dieser Woche erst einmal Gespräche mit dem FC Bayern führen», sagte Uli Ferber. Sollte der Weg von Gomez nach Italien führen, dürfte intensiv über die Ablösesumme verhandelt werden. Für mehr als 30 Millionen Euro war der Angreifer 2009 vom VfB Stuttgart verpflichtet worden - und einen großen Verlust möchten die Münchner bei einem Verkauf nicht machen.

Der SSC Neapel, gegen den Gomez im November 2011 beim 3:2 im Champions-League-Duell einen Hattrick erzielte, zeigt großes Interesse am 27-Jährigen. Als einer von Europas Topangreifern steht der Bundesliga-Torschützenkönig von 2011 immer wieder in Fokus von internationalen Vereinen. Auch die Vereinsnamen AC Florenz und Manchester City fielen wiederholt. Und wenn ein Stürmer vom Kaliber Gomez keinen Stammplatz hat, ist er auch trotz Triples natürlich nicht zufrieden. Vor allem mit Blick auf die WM 2014, für die er regelmäßig auf hohem Niveau spielen und treffen will.

Nach seiner Verletzung zu Saisonbeginn musste sich Gomez in dieser Spielzeit hinter Mario Mandzukic einreihen. Ebenso wie Claudio Pizarro, dem ein neuer Vertrag beim FC Bayern winkt. «Wir haben drei Klasse-Stürmer», betonte Trainer Jupp Heynckes wiederholt und zuletzt nach dem Sieg im DFB-Pokalfinale, als er überraschend Gomez in die Startelf berief.

Sollte Robert Lewandowski tatsächlich in diesem Sommer von Borussia Dortmund zu den Münchnern kommen, könnte das einen Gomez-Abgang beschleunigen. Der neue Trainer Pep Guardiola ist dafür bekannt, lieber auf spielstarke Offensivkräfte à la Mario Götze als auf Tormaschinen wie Gomez zu setzen. Trotz einer traumhaften Bilanz von 113 Treffern in 174 Bayern-Spielen musste der Weltklasse-Stürmer immer wieder Kritik einstecken.

Schon einmal hätte Gomez die Bayern fast verlassen, beinahe wäre er im Sommer 2010 zum FC Liverpool ausgeliehen worden. Damals biss er sich durch, wurde Torschützenkönig und in der herausragenden Königsklassensaison 2011/12 wurde der bis zum 30. Juni 2013 datierte Vertrag bis 2016 verlängert. Zwölf Treffer erzielte Gomez in der damaligen Champions-League-Spielzeit. Fast ein Rekord, wenn nicht Lionel Messi im selben Jahr 14-mal getroffen hätte.

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